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französischer Schriftsteller
eigentlich: Henri Beyle
- "Die Öffentliche Meinung ist eine gefährliche Sache in einem Land, das eine Verfassung hat."
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- (Original franz.: "L'opinion publique est terrible dans un pays qui a la charte.") - "Le rouge et le noir" (1830)
- "Jeder für sich in dieser Wüste des Egoismus, die man Leben nennt." - Rot und Schwarz
- "Wer sich entschuldigt, klagt sich an."
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- (Original franz.: "Qui s'excuse, s'accuse.") - "Le rouge et le noir" (1830)
- "Ave Maria, die Dämmerstunde, ist in Italien die Stunde der Zärtlichkeit, der Seelenfreuden und der Schwermut: Empfindungen, die durch den Klang jener schönen Glocken noch verstärkt werden. Wonnige Stunden, die einem erst in der Erinnerung bewusst werden." - Über die Liebe (Fragmente)
- "Bei Hofe ist der Unglaube verpönt, weil er den Interessen der Fürsten als schädlich gilt, Unglaube ist auch in Gegenwart junger Mädchen verpönt, wie leicht könnte er sie abhalten zu heiraten. Man wird zugeben, wenn es einen Gott gibt, muss es ihm sehr wohlgefällig sein, aus solchen Beweggründen verehrt zu werden." - Über die Liebe (Fragmente)
- "Das größte Glück, das die Liebe zu geben vermag, liegt im ersten Händedruck der geliebten Frau." - Über die Liebe
- "Der Schmerz der Eifersucht ist deshalb so bitter, weil die Eitelkeit sich gegen ihn sträubt." - Über die Liebe
- "Der Vers ist als eine Gedächtnishilfe erfunden worden. Später hat man ihn beibehalten aus gesteigertem Vergnügen an der Überwindung von Schwierigkeiten. In der dramatischen Kunst heute noch an ihm festzuhalten, ist ein Überrest von Barbarei. Ein Beispiel: die Dienstordnung für Kavallerie, in Verse gesetzt von De Bonnay." - Über die Liebe (Fragmente)
- "Die jungen Deutschen, denen ich in Göttingen, Dresden, Königsberg usw. begegnete, sind unter dem Einfluss so genannter philosophischer Richtungen herangewachsen, die man eigentlich als dunkle, schlecht geschriebene Dichtung ansehen muss, aber in sittlichem Betracht etwas Außerordentliches, erhaben Reines haben. Ich bekam den Eindruck, dass sie sich nicht die republikanische Gesinnung des Mittelalters, nicht das Misstrauen und die Bereitschaft zum Dolchstoß wie die Italiener bewahrt haben, sondern eine starke Anlage von Begeisterungsfähigkeit und Gewissenhaftigkeit." - Über die Liebe
- "Die Macht der Gewohnheit behauptet sich selbst in den leidenschaftlichsten Augenblicken." - Über die Liebe
- "In der Einsamkeit kann man alles erlangen - ausgenommen Charakter." - Über die Liebe (Fragmente)
- "In welchem Land der Erde sind die Ehen am glücklichsten? Unzweifelhaft im protestantischen Deutschland." - Über die Liebe
- "Man muss einen prosaischen Ehemann haben und sich einen romantischen Liebhaber zulegen." - Über die Liebe, Fragmente
- "Mohammed war Puritaner, er wollte den Genuss aus der Welt schaffen, auch wenn dieser niemanden schädigte. Er hat in den Ländern, die den Islam angenommen haben, die Liebe vernichtet. Deshalb hat seine Religion auch weniger in Arabien, ihrer Wiege, als in allen anderen morgenländischen Ländern Wurzel gefasst." - Über die Liebe
- "Wer wird so vermessen sein, sich in eine Königin zu verlieben, ohne dass sie ihn zuvor ermutigt?" - Über die Liebe
- "Alles, was in dieser Welt der Mühe lohnt, ist das eigene Ich." - Brief an Adolphe de Mareste, 21. März 1818
- "Für mich gibt es nur eine Regel: klar zu sein. Bin ich es nicht, so stürzt meine Welt in sich zusammen." - Briefe, an Balzac, 30. Oktober 1840
- "Ich habe diese Sucht, Kinder zu kriegen, nie begriffen, niedliche Puppen, die zu solchen Dummköpfen werden, daß man vor ihnen wegrennen möchte, es sei denn, sie erhalten eine strenge und unverfälschte Erziehung, und wer hat schon die Geduld, ihnen diese Erziehung zukommen zu lassen?" - Brief an seine Schwester Pauline, 15. Juni 1809
- "Man muss am Leben rütteln, sonst nagt es an uns." - Briefe, Band 2
- "Prüderie ist eine Art von Geiz, die schlimmste von allen." - Über die Liebe
- "Wäre ich nicht so alt, würde ich Arabisch lernen, so beglückt bin ich, endlich etwas zu finden, das keine steife Kopie von schon Vorhandenem ist." - Brief an Claude Fauriel, 7. Juli 1822
- "Man muss in Paris und ausschließlich mit Leuten zusammenleben, die ein fröhliches Leben führen! Sie sind glücklich und daher weniger bösartig. Die Menschenseele ist wie ein verpesteter Sumpf; wenn man nicht rasch darüber hinweggleitet, versinkt man darin." - Lucien Leuwen