Schwangerschaftsabbruch

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Zitate[Bearbeiten]

Pro[Bearbeiten]

  • "Aber das spielte keine Rolle. Wir hätten es getan, wenn wir ungewollt schwanger gewesen wären." - Alice Schwarzer bestätigt damit, dass sie nicht abgetrieben hatte. zitiert in: Steffen Kraft: Ich habe nicht abgetrieben. Süddeutsche Zeitung, 31. März 2005
  • "Die anachronistische und verlogene Diskussion um den Schwangerschaftsabbruch, die vom Staat angemasste Leibeigenschaft der Frau ist nichts und gar nichts als der fortgesetzte Anspruch männlicher Herrschaft über die Frauen." - Monika Maron in: Nach Massgabe meiner Begreifungskraft, Fischer Verlag Frankfurt am Main 1993, ISBN 978-3-10-048806-0, S. 107
  • "Die übliche Rede vom 'Selbstbestimmungsrecht' der Frau meint - nach meinem Verständnis - nicht Verfügungsrecht, sondern die Freiheit zu verantwortungsvoller Mutterschaft. Dieses Recht gehört zu den elementaren Grundrechten. Es zu verweigern bedeutet das Ende einer freiheitlichen Rechtsordnung." - Prof. Dr. iur. Monika Frommel in DIE ZEIT, 16. August 1991
  • "Eigentlich gehört die Regelung des Schwangerschaftsabbruchs nicht ins Strafgesetz, sondern in die sittliche Entscheidung der Mutter." - Hans Saner: Geburt und Phantasie, LENOS POCKET Basel 1995, ISBN 3 85787 X, S. 73
  • "Ein Fötus ist keine Sache, kein Gewebe, aber auch nicht gleichzusetzen mit einer geborenen Person." - Alberto Bondolfi, Walliser Bote, 29. März 1996
  • "Erst wenn dieser Paragraph, der ein werdendes Leben seiner eigenen Mutter gegenüber schützen soll, fällt, erst dann, wenn jeder Zwang behoben ist, wenn jede Schwangerschafts-Unterbrechung in Freiheit und unter eigener Verantwortlichkeit geschieht, erst dann kann sich das mütterliche Verantwortlichkeitsgefühl ganz entwickeln." - Helene Stöcker, zitiert in Robert Jütte: Geschichte der Abtreibung, Verlag C. H. Beck München 1993, ISBN 3-406-37408-5, S. 162
  • "Es ist noch nie eine reiche Frau wegen § 218 vor dem Kadi gestanden." - Gustav Radbruch, zitiert in Robert Jütte: Geschichte der Abtreibung, Verlag C.H.Beck München 1993, ISBN 3-406-37408-5, S. 163
  • "Es scheint mir aus all dem ganz richtig zu sein, dass man für das Ungeborene nicht das Wort 'Kind' oder 'Mensch' verwendet, sondern eine besondere Vokabel, die jene spezielle Seinsweise des Ungeborenen antönt, heisse sie nun 'Fötus' oder 'Leibesfrucht'. Von der Leibesfrucht sollte man auch nicht sagen, dass sie stirbt, sondern dass sie abstirbt, und nicht dass sie getötet, sondern dass sie abgetötet wird." - Hans Saner, Geburt und Phantasie, LENOS POCKET Basel 1995, ISBN 3 85787 X, S. 67
  • "Frauen haben ein Recht auf gesundheitliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung über ihren Körper." - Gabriele Heinisch-Hosek in: Die Standard, 2. September 2009 diestandard.at
  • "Ich bin sechsunddreißig, da finde ich zwei Abtreibungen auf ein lustvolles, knapp zwanzigjähriges Geschlechtsleben relativ wenig." - Jutta Ditfurth, Cosmopolitan 8/88
  • "Ich habe abgetrieben!" - Alice Schwarzer und weitere 373 Frauen im Rahmen einer Kampagne gegen § 218 StGB (Appell/Unterschriftsformular), als "Wir haben abgetrieben" auf dem Titel des Stern vom 6. Juni 1971, zitiert auf cicero.de (Stand 8/08), zitiert und erläutert auf Planet-Wissen.de
  • "Wenn Männer schwanger werden könnten, wäre die Abtreibung längst ein Sakrament." - Florynce Kennedy, Color Me Flo: My Hard Life and Good Times" (1976)

Contra[Bearbeiten]

  • "Alles, was man über Abtreibung wissen muss, steht im 5. Gebot." - Christoph Schönborn, Neue Kronen Zeitung, 5. Februar 2007
  • "Auch ungeborene Kinder sind Menschen, die man nicht töten darf." - Christoph Schönborn, Neue Kronen Zeitung, 5. Februar 2007
  • "Das sind die Heldinnen unserer Zeit. Abtreibung ist so einfach. Wenn eine Frau das Kind allein behält und erzieht, hat ihre Haltung großen moralischen Wert." - Rocco Buttiglione über alleinerziehende Mütter, DIE WELT, 5. November 2004
  • "Die Zahl der Abtreibungen ist durch die Verhütung offenbar nicht zurückgegangen." - Christoph Schönborn, Neue Kronen Zeitung, 5. Februar 2007
  • "Eigentlich gehört die Regelung des Schwangerschaftsabbruchs nicht ins Strafgesetz, sondern in die sittliche Entscheidung der Mutter." - Hans Saner, Geburt und Phantasie. Von der natürlichen Dissidenz des Kindes. Basel, 1979, ISBN 3-85787-064-8. S. 73
  • "Es ist bezeichnend: Wo der Mensch sich nicht relativieren und eingrenzen läßt, dort verfehlt er sich immer am Leben: zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen läßt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht." - Joachim Meisner in seiner Predigt zum Dreikönigstag im Kölner Dom am 6. Januar 2005, wdr.de
  • "Ganz abgesehen von ethischen Argumenten ist es nahezu absurd, dass der Staat durch die Finanzierung der Abtreibungen (über 90 Prozent) die negative Bevölkerungsentwicklung und den damit drohenden Kollaps der Sozialsysteme selbst aktiv unterstützt! Seit Einführung der Fristenregelung im Jahr 1974 sind mehr als acht Millionen ungeborener Kinder getötet worden. Jahr für Jahr eine Großstadt." - Peter Hahne, Schluss mit lustig! Das Ende der Spaßgesellschaft, Kapitel: "Der Krieg der Generationen"
  • "Manchmal spricht man über die Abtreibung, als ob keine Opfer da wären oder als ob nur die Frauen die Opfer einer verneinten Abtreibung werden könnten. Aber es gibt immer ein Kind. Dieses Leben wird im Falle einer Abtreibung aufgeopfert." - Rocco Buttiglione im Streitgespräch mit Wolfgang Thierse, in der Zeit Nr. 34 vom 18. August 2005
  • "Nie werde ich, auch nicht auf eine Bitte hin, ein tödlich wirkendes Gift verabreichen oder auch nur einen Rat dazu erteilen; gleicherweise werde ich niemals einer Frau ein fruchtabtreibendes Zäpfchen geben." - Hippokrates von Kós, Der Eid des Hippokrates, zit. in Robert Jütte, Geschichte der Abtreibung, S. 33, gemäss Übersetzung Deichgräber
  • "Weil Gender Mainstreaming die globale und nationale Agenda mit oberster Priorität ist, kann das Problem des Familienzusammenbruchs, der sinkenden Geburtenrate und der massenhaften Tötung ungeborener Kinder nicht gelöst werden. Die von Staat und Medien betriebene moralische Zerrüttung des Volkes ist die Wurzel des Übels." - Gabriele Kuby, Auf dem Weg zum neuen Menschen, S. 4
  • "Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind ermorden kann - bleibt mir nur, dich zu töten, und du tötest mich - es gibt nichts dazwischen." - Mutter Teresa bei der Verleihung des Friedensnobelpreises am 11. Dezember 1979 in Oslo, Norwegen.

Übrige[Bearbeiten]

  • "Wer die Abtreibungszahlen senken will, muß für Kindergartenplätze und Tagesbetreuung auch für die ganz Kleinen sorgen." - Ursula Lehr, in: Der Spiegel, 22. Mai 1989 spiegel.de

Bibel[Bearbeiten]

  • "Wenn Männer hadern und verletzen ein schwangeres Weib, dass ihr die Frucht abgeht, und ihr kein Schade widerfährt, so soll man ihn um Geld strafen, wieviel des Weibes Mann ihm auflegt, und er solls geben nach der Schiedsrichter Erkennen. Kommt ihr aber ein Schade daraus, so soll er lassen Seele um Seele..." - 2. Mos. 21, 22-25; Übersetzung nach Luther

Weblinks[Bearbeiten]

Wikiquote
Siehe auch: Schwangerschaft
Wikipedia
Wikipedia führt einen Artikel über Schwangerschaftsabbruch.
Wiktionary
Wiktionary führt den Wörterbucheintrag Schwangerschaftsabbruch.
Wiktionary
Wiktionary führt den Wörterbucheintrag Abtreibung.