Heinrich von Kleist

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Heinrich von Kleist (1777-1811)[Bearbeiten]

deutscher Dichter
eigentlich: Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist

Überprüft[Bearbeiten]

Briefe[Bearbeiten]

  • "Ach der unseelige Ehrgeiz, er ist ein Gift für alle Freuden." - Brief an Wilhelmine von Zenge. Paris, 10. Oktober 1801. In: Briefe an seine Braut. Hrsg. von Karl Biedermann. Breslau: Schottlaender, 1884. S. 224. Google Books-USA*
  • "Denn nicht durch Worte, aber durch Handlungen, zeigt sich wahre Treue und wahre Liebe." - (An Wilhelmine von Zenge; Frankfurt (Oder), vermutlich April / Mai 1800)
  • "Ich bin diesmal auch in Karlsruhe gewesen, und es ist schade, daß Du diese Stadt, die wie ein Stern gebaut ist, nicht gesehen hast. Sie ist klar und lichtvoll wie eine Regel, und wenn man hineintritt, so ist es, als ob ein geordneter Verstand uns anspräche." - (An Ulrike von Kleist; Basel, 16. Dezember 1801)
  • "Ich erkenne nur ein höchstes Gesetz an, die Rechtschaffenheit, und die Politik kennt nur ihren Vorteil." - Briefe (an Wilhelmine von Zenge, Anfang 1800)
  • "Mit demselben Gefühle, mit welchem du bei dem Abendmahle das Brot nimmst aus der Hand des Priesters, mit demselben Gefühle, sage ich, erwürgt der Mexikaner seinen Bruder vor dem Altare seines Götzen." - An Wilhelmine von Zenge, 13.-18. September 1800
  • "Nie in meinem Leben, und wenn das Schicksal noch so sehr drängte, werde ich etwas tun, das meinen inneren Forderungen, sei es auch noch so leise, widerspräche." - an Wilhelmine von Zenge. In: Briefe an seine Braut. Hrsg. von Karl Biedermann. Breslau: Schottlaender, 1884. S. 224. Google Books-USA*
Die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war.
  • "Der Staat sichert uns unser Eigentum, unsre Ehre und unser Leben, wer sichert uns aber unser inneres Glück zu, wenn es die Vernunft nicht tut?" - an Ulrike von Kleist, Mai 1799
  • „Die Notwendigkeit, eine Rolle zu spielen, und ein innerer Widerwillen dagegen machen mir jede Gesellschaft lästig, und froh kann ich nur in meiner eigenen Gesellschaft sein, weil ich da ganz wahr sein darf.“ - (An Ulrike von Kleist; Berlin, 5. Februar 1801.)
  • "Die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war." - Briefe (An Ulrike von Kleist, 21. November 1811)
  • "Kann man auch nur den Gedanken wagen, glücklich zu sein, wenn alles in Elend darnieder liegt?" - Briefe an Marie von Kleist, Juni 1807
  • "Kein Gold besticht ein empörtes Gewissen, und wenn der lasterhafte Fürst auch alle Blicke und Mienen und Reden besticht, wenn er auch alle Künste des Leichtsinns und der Üppigkeit herbeiruft, um das häßliche Gespenst vor seinen Augen zu verscheuchen - umsonst! Ihn quält und ängstigt sein Gewissen wie den Geringsten seiner Untertanen." - Brief an Christian Ernst Martini, März 1799 (Sämtliche Werke und Briefe, Hrsg. Helmut Sembdner, Hanser Verlag München, Band 2. Fünfte, vermehrte und revidierte Auflage 1970. Seite 477)
  • "Lerne auch mit dem Zarten umzugehen." - Briefe (an Friedrich Lose, 23. - 29. Dezember 1801)
  • "Das Wissen macht uns weder besser, noch glücklicher." - Briefe (an Adolphine von Werdeck, 28./29. Juli 1801)
  • "Wenn wir von den Dichtern verlangen wollen, dass sie so idealisch sein sollen wie ihre Helden, wird es noch Dichter geben?" - Briefe (an Adolphine von Werdeck, November 1801)
  • "Die Welt ist groß, man kann sich darin wohl vergessen." - Briefe, (an Karl Freiherr vom Stein zum Altenstein, 13. November 1805)
  • "Und was ist des Strebens wert, wenn es die Liebe nicht ist!" - Briefe (an Karl Freiherr von Stein zum Altenstein, 4. August 1806)

Käthchen von Heilbronn[Bearbeiten]

  • "Der Mensch wirft alles, was er sein nennt, in eine Pfütze, aber kein Gefühl." - Das Käthchen von Heilbronn II, 6 / Freiburg

Der zerbrochene Krug[Bearbeiten]

  • "Als ob ein Stück von meinem Hornvieh spräche" - Der zerbrochene Krug, VI. Auftritt
  • "Zum Stolpern brauchts nicht mehr als Füß" - Der zerbrochene Krug
  • "Ich? die Spur? Bin ich der Teufel? Ist das ein Pferdefuß?" - Der zerbrochene Krug, XI. Auftritt

Prinz Friedrich von Homburg[Bearbeiten]

  • "In Staub mit allen Feinden Brandenburgs!" - Prinz Friedrich von Homburg, V, 11 (Schlachtruf der Offiziere zum Ausklang des Stückes). In: Gesammelte Schriften. 2. Theil. Hrsg. von Ludwig Tieck. Berlin: Reimer, 1826. S. 306. Google Books
  • "Komm, weine nicht; // Du bist so werth mir, wie die Treue selbst!" - Prinz Friedrich von Homburg, IV, 1 (Natalie). In: Gesammelte Schriften. 2. Theil. Hrsg. von Ludwig Tieck. Berlin: Reimer, 1826. S. 273. Google Books
  • "Und der im Leben tausendmal gesiegt, // Er wird auch im Tod zu siegen wissen!" - Prinz Friedrich von Homburg, III, 5 (Natalie). In: Gesammelte Schriften. 2. Theil. Hrsg. von Ludwig Tieck. Berlin: Reimer, 1826. S. 271. Google Books
  • "Wer heut sein Haupt noch auf der Schulter trägt, // Hängt es schon morgen zitternd auf den Leib, // Und übermorgen liegts bei seiner Ferse." - Prinz Friedrich von Homburg, IV, 3 (Prinz von Homburg). In: Gesammelte Schriften. 2. Theil. Hrsg. von Ludwig Tieck. Berlin: Reimer, 1826. S. 280. Google Books
  • "Zwar, eine Sonne, sagt man, scheint dort auch // Und über buntre Felder noch, als hier: // Ich glaubs! nur Schade, daß das Auge modert, // Das diese Herrlichkeit erblicken soll." - Prinz Friedrich von Homburg, IV, 3 (Prinz von Homburg). In: Gesammelte Schriften. 2. Theil. Hrsg. von Ludwig Tieck. Berlin: Reimer, 1826. S. 280. Google Books

Sonstige[Bearbeiten]

  • "Schlagt ihn todt! Das Weltgericht // fragt euch nach der Ursach nicht." - Germania an ihre Kinder
  • "Torheit, du regierst die Welt, und dein Sitz ist ein schöner weiblicher Mund!" - Michael Kohlhaas
  • "Und siehe da, wenn ich mit meiner Schwester davon rede, welche hinter mir sitzt, und arbeitet, so erfahre ich, was ich durch ein vielleicht stundenlanges Brüten nicht herausgebracht haben würde." - Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden. In: Sämtliche Werke, Winkler, München 1982; S. 880
  • "Witz, wenn du dich in die Luft erhebst: wie stehen die Weisen und blicken dir nach!" - Die Hunde und der Vogel. In: Phöbus. Ein Journal für die Kunst. 1. Jg., 3. Stück, März 1808. Dresden: Gärtner. S. 47. Uni Bielefeld
  • "Dem Durstigen kommt es, als solchem, auf die Schale nicht an, sondern auf die Früchte, die man ihm darin bringt." - Brief eines Dichters an einen anderen. Erstdruck in: Berliner Abendblätter (Berlin), 2. Jg., 5. Januar 1811. zeno.org
  • "Der Tugend folgt die Belohnung, dem Laster die Strafe." - Aufsatz, den sichern Weg des Glücks zu finden, und ungestört, auch unter den größten Drangsalen des Lebens, ihn zu genießen! An Rühle. Entstanden um 1799. zeno.org
  • "Menschenhaß! Ein Haß über ein ganzes Menschengeschlecht! O Gott! Ist es möglich, daß ein Menschenherz weit genug für so viel Haß ist!
    Und gibt es denn nichts Liebenswürdiges unter den Menschen mehr? Und gibt es keine Tugenden mehr unter ihnen, keine Gerechtigkeit, keine Wohltätigkeit, keine Bescheidenheit im Glücke, keine Größe und Standhaftigkeit im Unglück?" - Aufsatz, den sichern Weg des Glücks zu finden, und ungestört, auch unter den größten Drangsalen des Lebens, ihn zu genießen! An Rühle. Entstanden um 1799. Werke und Briefe in vier Bänden. Band 3, Berlin und Weimar 1978, S. 433-449. zeno.org

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