Johann Gottfried Herder

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Johann Gottfried Herder (1744-1803)[Bearbeiten]

deutscher Schriftsteller, Philosoph und Theologe

Überprüft[Bearbeiten]

Abhandlung über den Ursprung der Sprache[Bearbeiten]

  • "Schon als Tier hat der Mensch Sprache." - Abhandlung über den Ursprung der Sprache, 1772

Briefe zur Beförderung der Humanität[Bearbeiten]

  • "Aus dem Erzählen zeigt sich, ob jemand zu hören gewusst habe." - Briefe zur Beförderung der Humanität
  • "Wer sich hinsetzt und eine trockene Lehre, einen dünnen Sittenspruch in eine Schale nähet, dem ist die wahre Fabelmuse nie erschienen." - Briefe zur Beförderung der Humanität

Das eigene Schicksal[Bearbeiten]

Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit[Bearbeiten]

  • "Der Mensch ist also eine künstliche Maschine, zwar mit genetischer Disposition und einer Fülle von Leben begabt; aber die Maschine spielet sich nicht selbst, und auch der fähigste Mensch muß lernen, wie er sie spiele." - Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, Neuntes Buch I, www.odysseetheater.com
  • "Je mehr die Kultur der Länder zunimmt, desto enger wird die Wüste, desto seltner ihre wilden Bewohner." - Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit
  • "Keine zwei Dinge konnten einander an sich fremder sein, als das römische Papsttum und der Geist deutscher Sitten." - Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit
  • "Vorübergehend ist also alles in der Geschichte, die Aufschrift ihres Tempels heißt: Nichtigkeit und Verwesung." - Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit
  • "Weder Krieger noch Mönche nähren ein Land." - Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit

Journal meiner Reise im Jahr 1769[Bearbeiten]

  • "Das Menschengeschlecht wird nicht vergehen, bis dass alles geschehe! Bis der Genius der Erleuchtung die Erde durchzogen!" - Journal meiner Reise im Jahr 1769
  • "Die menschliche Seele hat ihre Lebensalter wie der Körper." - Journal meiner Reise im Jahr 1769
  • "Jeder Stand, jede Lebensart hat ihre eignen Sitten." - Journal meiner Reise im Jahr 1769

Palmblätter[Bearbeiten]

  • "Der Aberglaube macht die Gottheit zum Götzen, und der Götzendiener ist um so gefährlicher, weil er ein Schwärmer ist." - Palmblätter
  • "Der kluge Mann sucht alles zu seinem Vorteil anzuwenden." - Palmblätter 4

Synonyme[Bearbeiten]

  • "Wohlan nun, laß es sein, daß unter den 50 Wörtern, die der Araber für den Löwen, unter den 200, die er für die Schlange, unter den 80, die er für den Honig, und mehr als 1000, die er fürs Schwert hat, sich feine Unterschiede finden oder gefunden hätten, die aber verlorengegangen wären - warum waren sie da, wenn sie verlorengehen mußten? Warum erfand Gott einen unnötigen Wortschatz, den nur, wie die Araber sagen, ein göttlicher Prophet in seinem ganzen Umfange fassen konnte?" - Synonyme

Vom Erkennen und Empfinden der menschlichen Seele[Bearbeiten]

  • "Der tiefste Grund unsres Daseins ist individuell, sowohl in Empfindungen als in Gedanken." - Vom Erkennen und Empfinden der menschlichen Seele
  • "Wir lieben immer mehr das Halbe als das Ganze, den versprechenden Morgen als den Mittag in höchster Sonnenhöhe." - Vom Erkennen und Empfinden der menschlichen Seele

Zerstreute Blätter[Bearbeiten]

  • "Arm an Reizen ist unser Leben und dürftig an Freuden, wenn wir die Sorgen nicht reißen aus unserer Brust. Graue Haare pflanzen sie auf, dem grünenden Scheitel; zehren der Menschen Gemüth wütend und wütender aus, [...]" - Zerstreute Blätter , Erste Sammlung, S. 15. Das einzige Ziel der Hofnung
  • "Das wirst du finden, wenn du acht giebst, wie die Welt ist, und lange vor Machiavell war. Die dem Recht vorstehen, sind oft die ungerechtsten; die der Religion vorstehen, häufig die Gottlosesten; die der Gelehrsamkeit vorstehen, oft die unerfahrensten; die über Geschäfte gesetzt sind, die trägsten; die die Humanität befördern sollen, die inhumansten." - Zerstreute Blätter , Dritte Sammlung, S. 98. Einige vaterländische Gespräche - Machiavell
  • "Gewöhnlich hält man nichts von geringerem Werth als Sprüche; wie bald, denkt man, ist ein Spruch gesagt!" - Zerstreute Blätter , Vierte Sammlung, S. 107. Spruch und Bild, insonderheit bei den Morgenländern. Einige rhapsodische Gedanken
  • "Mensch, genieße dein Leben, als müssest morgen du weggehn; Schone dein Leben, als ob ewig du weiletest hier." - Zerstreute Blätter, Erste Sammlung. S. 13. Die Ungewißheit des Lebens
  • "Süß wie dem durstenden Wandrer in Mittagshitze der Quell ist; süß wie nach Wintergefahr Schiffern das blumige Land; Also und süsser noch ists, wenn nach langer Entfernung glückliche Liebe zwei sehnende Seelen vereint." - Zerstreute Blätter, Zweite Sammlung), S. 7. Das süsse Finden

Weitere Werke[Bearbeiten]

"Kunst kommt von Können" - Kalligone. In: Sämmtliche Werke", hrsg.v. B. Suphan, Bd. XXII, Berlin 1880, S.125.
  • Kunst kommt von Können oder von Kennen her (nosse aut potesse), vielleicht von beiden, wenigstens muß sie beides in gehörigem Grad verbinden. - Johann Gottfried Herder: Kalligone, Band 2, Leipzig 1800, Kapitel 1, Seite 3, hier zitiert nach "Sämmtliche Werke", hg. v. B. Suphan, Bd. XXII, Berlin 1880, S.125.
  • "im Zusammensetzen selbst liegt die Energie der Rede; nichts mehr." - Kritische Wälder,

Oder Betrachtungen, die Wissenschaft und Kunst des Schönen betreffend, nach Maasgabe neuerer Schriften. Erstes Wäldchen. Herrn Leßings Laokoon gewidmet. o.O. 1769 S. 221 books.google

Weblinks[Bearbeiten]

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