Frank Wedekind

aus Wikiquote, der freien Zitatsammlung
Wechseln zu: Navigation, Suche

Frank Wedekind (1864-1918)[Bearbeiten]

deutscher Schriftsteller und Schauspieler

Überprüft[Bearbeiten]

Der Marquis von Keith[Bearbeiten]

Die junge Welt[Bearbeiten]

Franziska[Bearbeiten]

  • "Hast du mich denn zur Welt gebracht, Mutter, damit ich mich als alte Jungfer zur Schöpfung hinausschleiche? Ich wollte mich nicht mit einem ungebildeten Menschen einlassen. Was soll man tun, wenn einem die Ehe von den eigenen Eltern als die scheußlichste Menschenquälerei vorgeführt wurde!" - Franziska, Ein modernes Mysterium, 1. Akt, 1. Bild, 1. Szene /Franziska, www.zeno.org
  • "Im Streit zwischen Mann und Frau erscheint der Mann immer roh, die Frau immer gemein." - Franziska, 3. Akt, 4. Bild / Veit Kunz
  • "Immerhin finde ich es weniger unsittlich, von zwei Männern ein uneheliches Kind zu haben, als von einem zwei." - Franziska, 5. Akt, 9. Bild / Veit Kunz

Frühlings Erwachen[Bearbeiten]

  • "Unter Moral verstehe ich das reelle Produkt zweier imaginärer Größen. Die imaginären Größen sind Sollen und Wollen. Das Produkt heißt Moral und läßt sich in seiner Realität nicht leugnen." - Frühlings Erwachen - Eine Kindertragödie, 3. Akt, 7. Szene / Der vermummte Herr

Tagebuch, Was ich mir dabei dachte[Bearbeiten]

  • "Das ist das Eigentümliche an Tagebuchblättern, wenn sie echt sind, dass sie keine Ereignisse enthalten. Sobald die Ereignisse ins Leben eingreifen, verlieren sich Freude, Interesse und Zeit für das Tagebuch, und der Mensch findet die spontane Naivität des Kindes oder des Tieres in seiner Wildnis wieder." - Tagebuch, 9. September 1893
  • "Sie hat auch schon ein Gedicht an mich gemacht, das von Liebe handelt. Sie beherrscht offenbar die Sprache nicht genug, um das Wort zu vermeiden." - Tagebuch, 13. Februar 1888
  • "Die Kritik hatte mir vielfach den Vorwurf gemacht, daß sich meine Dramen mit meiner eigenen Person beschäftigen. Ich wollte dartun, daß es sich der Mühe lohnt, meine Person auf die Bühne zu bringen." - Was ich mir dabei dachte

Briefe[Bearbeiten]

  • "Berlin ist eben keine Stadt, sondern ein trauriger Notbehelf, Berlin ist ein Conglomerat von Kalamitäten." - Brief an Arthur Holitscher, 1908
  • "Das Leben hat es nicht gern und ist einem nicht gnädig und günstig, wenn man es zu ernst nimmt." - Brief an Beate Heine, 28. August 1900
  • "Die Poesie des Pessimismus ist die Lebensfreude." - Brief an die Schwester Erika, 9. Dezember 1886
  • "Dieses ewige Beinahe, das ist das Verhängnis, das Charakteristische meiner Natur. Ich war beinah verheiratet, wäre beinahe Schauspieler geworden, bin beinahe ein geschätzter Schriftsteller und verdiene beinahe eine Unmenge Geld. Mit diesem Beinahe hat man aber nicht viel Glück, am wenigsten bei Frauen, die in ihrem berechtigten Realismus wenig Empfänglichkeit für das Beinahe haben." - Brief an K. Martens, 26. Dezember 1899
  • "Humor ist ein Luxusgefühl." - Brief an Hans Richard Weinhöppel, Mitte 1903
  • "Jeder Mensch hat wohl etwas Absonderliches, das ihn vorwärts treibt, und wird eventuell durch das Verlangen, diese Absonderlichkeit zu begreifen, vorwärts getrieben." - Brief an Georg Brandes, Ende 1908/Anfang 1909
  • "Meine Muse scheint sich mit mir verkracht zu haben. Ich schreibe buchstäblich garnichts und befinde mich außerordentlich wohl dabei. Ich genieße zum ersten Mal in meinem Leben die ungeheure Annehmlichkeit, ein ganz gewöhnlicher Mensch zu sein. Damit möchte ich nicht etwa sagen, daß ich früher was Besseres war; im Gegentheil. Es plagt mich bei alledem nur die beständige Angst, daß es nicht lange dauert." - Brief an Beate Heine, 7. November 1900
  • "Mit dem Alter steigt man nicht im Werte." - Brief an Marie Uhl, 16. August 1903
  • "Nehmen ist seliger als Geben, wenigstens solange noch Aussicht ist, dass die Gabe nicht verweigert wird." - Brief an Gertrud Eysoldt, 8. August 1904
  • "Übung ist doch schließlich die Hauptsache, wenigstens wenn man wirklich etwas zu geben hat." - Brief an Beate Heine, 28. August 1900
  • "Was Gott dem Menschen, ist der Mensch dem Hunde." - Brief an A. Barte, Februar 1884

Andere Werke[Bearbeiten]

  • "Es kreisen die Dohlen, es kriecht das Gewürm, // Die Menschen hassen und lieben; // Ich bin wie ein alter Regenschirm // In Gedanken stehengeblieben." - Tiefer Friede. Aus: Die vier Jahreszeiten. München: Albert Langen. 1905. S. 120
  • "Ich hab' meine Tante geschlachtet." - Der Tantenmörder. Aus: Die vier Jahreszeiten. München: Albert Langen. 1905. S. 141.
  • "Verlier dich von dem Lebenspfad // Nie seitwärts ins Geheg, // Geh immer artig kerzengrad’ // Den goldenen Mittelweg." - Das Lied vom gehorsamen Mägdlein. Aus: Die vier Jahreszeiten. München: Albert Langen. 1905. S. 37f.
  • "Was braucht mich Deutschlands Größe denn zu kümmern! // Ist Deutschlands nicht längst schon groß genug? // Was schafft die Größe mir als größ're Steuern!" - Ein politisch Lied. Von der deutschen Flotte. (unter dem Pseudonym: Hermann). Aus: Simplicissimus, 27. November 1897, Jg. 2, H. 35, S. 278
  • "Wir hatten niemand um uns als einen vertrockneten Haushofmeister und eine zu Eis gefrorene Gouvernante." - Die Fürstin Russalka (1897) zitiert nach Gutenberg-DE

Weblinks[Bearbeiten]

Wikisource
Wikisource führt Texte oder Textnachweise von Frank Wedekind.
Commons
Commons führt Medien zu Frank Wedekind.