Sein (Philosophie)

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Zitate[Bearbeiten]

  • "Alles ist, aber das Sein wird." - Johann Wilhelm Ritter, Fragmente aus dem Nachlass eines jungen Physikers
  • "Das reine Sein und das reine Nichts ist also dasselbe." - Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Wissenschaft der Logik
  • "Das Schreiben löst die Illusion vom individuellen Sein auf, und man wird Teil eines Ganzen. Das liebe ich am Schreiben: Cornelia ist mit einem Mal ganz viele." - Cornelia Funke, Spiegel Nr. 50/2008 vom 8. Dezember 2008, S. 186
  • "Daß wir selber sind, ist unser höchster und edelster Gedanke. Und von sterblichen Lippen läßt sich kein erhabneres Wort vom Schönen sagen als: es ist!" - Karl Philipp Moritz, Über die bildende Nachahmung des Schönen, zitiert nach:Karl Philipp Moritz: Werke in zwei Bänden, Band 1, Berlin und Weimar 1973, S. 289, zeno.org
  • "Denn Sein und Nichtsein erzeugen einander. Schwer und Leicht vollenden einander. Lang und Kurz gestalten einander. Stimme und Ton vermählen einander. Vorher und Nachher folgen einander." -Laotse, Daodejing, Kapitel 2
  • "Der Anfang des Seins der Welt heißt die Mutter der Welt." - Laotse, Daodejing, Kapitel 25 (freie Übersetzung)
  • "Der heutigen Physik liegt die Frage nicht mehr ferne, ob nicht etwa alles, was ist, aus dem Äther geschaffen sei." - Heinrich Rudolf Hertz, "Über die Beziehung zwischen Licht und Elektrizität" - Rede vor der 62. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte in Heidelberg, 1889
  • "Der ist beglückt, der seyn darf was er ist." - Friedrich von Hagedorn, Horaz. Aus: Moralische Gedichte. Zweyte, vermehrte Ausgabe. Hamburg: Bohn, 1753. S. 122. Google Books
  • "Der Rhythmus ist die Architektur des Seins, ist die innere Dynamik, die ihm Form gibt, ist das Wellensystem, welches das Sein dem Anderen entgegensendet, ist der eine Ausdruck der Lebenskraft." - Léopold Sédar Senghor, Négritude und Humanismus
  • "Der Urbegriff und die Wesenheit aller Dinge ist das Sein: das Ewige, Unendliche und Unbedingte, das, alles erschaffend, selbst unerschaffen ist, die Fülle des Lebens aufschließend, stets in seiner unveränderlichen Einfachheit beharrt, selbst durch nichts bedingt wird." - Friedrich Ast, Das Wesen der Philosophie
  • "Die Sprache ist das Haus des Seins." - Martin Heidegger, Über den Humanismus. Frankfurt a.M.: Klostermann, 1949. S. 5.
  • "Du wirst umso mehr etwas sein, je weniger du in allem sein willst." - Johannes vom Kreuz, Der Berg der Vollkommenheit
  • "Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt." - Karl Marx, Zur Kritik der Politischen Ökonomie. Vorwort. MEW 13, S. 9, 1859
  • "Ich empöre mich, also sind wir." - Albert Camus, Der Mensch in der Revolte
  • "In Dank verschlingt sich alles Sein." - Christian Morgenstern, Fußwaschung
  • "Man muss sagen und denken, dass etwas ist: denn das Sein existiert, nicht aber das Nicht-Sein." - Parmenides von Elea, Fragment B6
  • "Nicht gedenke man Heiligkeit zu gründen auf ein Tun; man soll Heiligkeit gründen auf ein Sein, denn die Werke heiligen nicht uns, sondern wir sollen die Werke heiligen." - Eckhart von Hochheim, Reden der Unterweisung, 4
  • "Nichts sein und nichts lieben, ist identisch." - Ludwig Feuerbach, Philosophische Kritiken und Grundsätze
  • "Nötig ist dies zu sagen und zu denken, daß nur das Seiende existiert. Denn seine Existenz ist möglich, die des Nichtseienden dagegen nicht; das heiß' ich Dich wohl zu beherzigen." - Parmenides, Über die Natur, Fragmente B 6.
  • "Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist." - Jean Anthelme Brillat-Savarin, Physiologie des Geschmacks
  • "Sage mir, was du liest und ich sage dir, was du bist." - Pierre de La Gorçe, Rede à l'assemblée de la Société bibliographique, 7. Mai 1920
  • "Sei, was du bist!" - Johann Caspar Lavater, Brüderliche Schreiben an verschiedene Jünglinge
  • "Sein heißt, sich behaupten, sich bejahen, sich lieben; wer des Lebens überdrüssig, nimmt sich das Leben." - Ludwig Feuerbach, Das Wesen des Christentums 1848, S.122
  • "So großes Kleinod, einmal sein statt gelten!" - Annette von Droste-Hülshoff, An ***, Vers 6, zitiert nach: Gedichte, J. G. Cotta'scher Verlag, Stuttgart und Tübingen 1844, S. 165, Google Books
  • "Sprache ist lichtend-verbergende Ankunft des Seins selbst." - Martin Heidegger, aus Brief über den "Humanismus" (1946), Wegmarken, Klostermann Verlag, 2004
  • "Und dieses ist ja das einzige, das allgemeine Streben aller Naturen, All zu werden, und hierdurch Organ der ewigen Ursache alles Seyns, ihrer innigern Gemeinschaft fähig." - Gotthilf Heinrich von Schubert, Ahndungen einer allgemeinen Geschichte des Lebens. 1. Theil. Leipzig: Reclam, 1806. S. 229. Google Books
  • "Was meinem Auge diese Kraft gegeben, // dass alle Mißgestalt ihm ist zerronnen, // Dass ihm die Nächte werden heitre Sonnen, // Unordnung Ordnung und Verwesung Leben ? /// Was durch der Zeit, des Raumes verworrnes Weben, // Mich sicher leitet hin zum ewgen Bronnen // Des Schönen, Wahren, Guten und der Wonnen, // Und drin vernichtend eintaucht all mein Streben ? /// Das ist’s: seit in Urania’s Aug, die tiefe, // Sich selber klare, blaue, stille, reine // Lichtflamm’, ich selber still hineingesehen; /// Seitdem ruht dieses Aug’ mir in der Tiefe // Und ist in meinem Sein, - das ewig Eine, // Lebt mir im Leben, sieht in meinem Sehen." - Johann Gottlieb Fichte, Fichtes Werke, Hrsg. I.H. Fichte, 1845, 8. Bd., Seite 461 ff ; 2 Sonette

Koran[Bearbeiten]

nach Suren geordnet

Weblinks[Bearbeiten]

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Siehe auch: Existenz, Dasein, Leben
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Gegenbegriff: Werden
Wikipedia
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Wiktionary
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Vergleiche auch: Das Gute, Das Schlechte, Das Böse