Michel de Montaigne

aus Wikiquote, der freien Zitatsammlung
Wechseln zu: Navigation, Suche

Michel de Montaigne (1533-1592)[Bearbeiten]

französischer Philosoph, Schriftsteller und Politiker

Essais Titelblatt (1588).png

Überprüft[Bearbeiten]

  • "Am jetzigen Verfall hat jeder von uns seinen eigenen Anteil." - Essais
  • "Anmaßung ist unsere eigentliche angeborene Krankheit." - Essais
  • " Aus einfältigen, nicht so gar neugierigen Seelen und nicht so gar gelehrten Seelen werden gute Christen, die aus Ehrfurcht und Gehorsam einfältig glauben, und den Gesetzen folgen." ((Üb. von Tietz, op. cit. S.352)
  • (Original franz.:" Des esprits simples, moins curieux et moins instruits, il s'en fait de bons Chrétiens qui, par révérence et obéissance, croient simplement et se maintiennent sous les lois. - Montaigne, Essais, I, 54 Des vaines subtilités)
  • "Die Philosophie ist, und zwar auch bei gescheiten Leuten, nur ein leeres Wort, das keine Beziehung zur Wirklichkeit hat." - Essais
  • "Die Speisen, die für ein Kind gesund sind, muss man ihm versüßen, und die, welche ihm schädlich sind, vergällen." - Essais
  • "Die tödliche Krankheit des Menschen ist seine Meinung, er wisse." - in: Apologie de Raimond Sebond. Zitat gefunden bei Ernst v. Glasersfeld in "Einführung in den Konstruktivismus", München 2003 (Serie Piper 1165), S.9.
  • (Original franz.: "La peste de l'homme c'est l'opinion de savoir.")
  • " Es gibt allerhand nichtswürdige und eitele Spitzfindigkeiten, durch welche sich Leute zuweilen beliebt zu machen suchen. " - Üb. von Tietz, op. cit. S.350 Von eitelen Spitzfindigkeiten.
  • (Original franz.: "Il est de ces subtilités frivoles et vaines, par le moyen desquelles les hommes cherchent quelquefois de la recommandation." Montaigne, Essais, I, 54 Des vaines subtilités)
  • (Original franz.: „Personne n'est exempt de dire des fadaises. Le malheur est de les dire curieusement.“ (III, 1: De l’utile et de l’honnête)
  • "Was nützen mir die Farben, wenn ich nicht weiß, was ich malen soll?" - Essais
  • "Wenn die Leute mir vorwerfen, dass ich zu viel von mir spreche, so werfe ich ihnen vor, dass sie überhaupt nicht mehr über sich selber nachdenken." - Essais
  • "Wenn ich mit meiner Katze spiele, wer weiß, ob sie sich nicht noch mehr mit mir die Zeit vertreibt als ich mir mit ihr?" - Essais II 12; in der Übersetzung von Herbert Lüthy, Zürich 1953 u.ö., S. 433
  • "Wenn man in mich dringt, zu sagen, warum ich ihn liebte, so fühle ich, dass sich dies nicht aussprechen lässt, ich antworte denn: Weil er er war; weil ich ich war." - über seinen engsten, früh verstorbenen Freund Étienne de la Boëtie, Essais I 28; in der Übersetzung von Herbert Lüthy, Zürich 1953 u.ö., S. 225
  • "Wenn wir Abschied nehmen, wird unsere Neigung zu dem, was wir schätzen, immer noch etwas wärmer." - Essais III, 5
  • "Wer nicht wartet, bis er Durst hat, der hat keine rechte Freude an einem guten Trunk." - Essais
  • "Wir treiben die Sache, von der wir besessen sind und getrieben werden, niemals gut vorwärts." - Essais
  • "Wir trachten nach anderen Lebensformen, weil wir die unsere nicht zu nutzen verstehen. Wir wollen über uns hinaus, weil wir nicht erkennen, was in uns ist. Doch wir mögen auf noch so hohe Stelzen steigen - auch auf ihnen müssen wir mit unseren Beinen gehen. Und auf dem höchsten Thron der Welt sitzen wir nur auf unserem Arsch." - Essais

Quellen[Bearbeiten]

Essais[Bearbeiten]

  • 2010: Montaigne, Michel de: Essais, Übersetzt von Johann Daniel Tietz, Verlag Zweitausendeins ISBN 978-3-86150-963-9
  • 1998: Montaigne, Michel de: Essais. Erste moderne Gesamtübersetzung von Hans Stilett. Eichborn Verlag (Die andere Bibliothek) Frankfurt am Main; dtv 2011, ISBN978-3-423-59082-2

Weblinks[Bearbeiten]

Commons
Commons führt Medien zu Michel de Montaigne.
Wikiversity
Wikiversity behandelt das Thema Philosophie und Philosophen des Glücks#Michel de Montaigne.