Narr

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Zitate[Bearbeiten]

  • "Bescheidne Wahrheit sprech ich dir. // Wenn sich der Mensch, die kleine Narrenwelt, // Gewöhnlich für ein Ganzes hält." - Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Vers 1346 ff. / Mephistopheles
  • "Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen. Die bei dem Irrtum verharren, das sind die Narren." - Friedrich Rückert, Gesammelte Gedichte, Bd. II (Erlangen 1836), S. 408
  • "Der ist ein Narr, der dem verfällt: // wolln dienen Gott sowie der Welt; // denn wo zwei Herren hat ein Knecht, // kann dieser keinem dienen recht. - Sebastian Brant, Das Narrenschiff, Leipzig 1958, ins Hochdeutsche übertragen von Margot Richter, S. 49
  • "Der Narr hält sich für weise, aber der Weise weiß, dass er ein Narr ist." - William Shakespeare, "Wie es euch gefällt", 5. Akt, 1. Szene / Touchstone
  • "Der Narr lebt arm, um reich zu sterben." - Barthold Heinrich Brockes, Der Geitz-Hals / Desselben Inhalts. In: Irdisches Vergnügen in Gott: bestehend in Physicalisch- und Moralischen Gedichten, nebst einem Anhange etlicher übersetzten Fabeln des Herrn de la Motte. Erster Theil. Hamburg Christian Herold 1744. S. 502 Google Books
  • "Der Schauspieler, Musikus, Maler, Dichter, ja der Gelehrte selbst erscheinen mit ihren wunderlichen, halbideellen halbsinnlichen Wesen jener ganzen Masse der aus dem Reellen entsprungenen und an das Reelle gebundenen Weltmenschen wie eine Art von Narren, wo nicht gar wie Halbverbrecher, wie Menschen, die an einer levis notae macula laborieren." - Johann Wolfgang von Goethe, An F. H. Jacobi, 7. März 1808
  • "Die Narrheit hat gewiss mehr Genossen und Schmarotzer als die Gescheitheit." - Miguel de Cervantes, Don Quijote
  • "Die Narren reden am liebsten von der Weisheit, die Schurken von der Tugend." - Paul Ernst, Erdachte Gespräche
  • "Die Welt wurde von Narren gemacht, damit Weise darin leben." - Oscar Wilde, Eine Frau ohne Bedeutung, 3. Akt / Lord Illingworth
  • "Drei Klassen von Narren: Die Männer aus Hochmut, die Mädchen aus Liebe, die Frauen aus Eifersucht." - Johann Wolfgang von Goethe, "Maximen und Reflexionen"
  • "Ein jeder Narr tut, was er will. // Na, meinetwegen! Ich schweige still." - Wilhelm Busch, Der Nöckergreis
  • "Ein Mensch, der solche Dinge wie Jesus sagt, wäre kein großer Morallehrer. […] Entweder war dieser Mensch Gottes Sohn, oder er war ein Narr oder Schlimmeres. Man […] kann ihn verachten oder als Dämon töten. Oder man kann ihm zu Füßen fallen und ihn Herr und Gott nennen. Aber man kann ihn nicht mit gönnerhafter Herablassung als einen großen Lehrer der Menschheit bezeichnen. Das war nie seine Absicht; diese Möglichkeit hat er uns nicht offengelassen." - C. S. Lewis, Pardon, ich bin Christ
  • "Ein Narr hat Glück in Masse, // Wer klug, hat selten Schwein." - Wilhelm Busch, Peinlich berührt, erschienen in "Schein und Sein"
  • "Erfahrung ist eine teure Schule, aber Narren wollen anderswo nicht lernen." - Benjamin Franklin, "The way to wealth", 1758 / Poor Richard
  • "Es ist besser, ein unzufriedener Mensch zu sein als ein zufriedenes Schwein; besser ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr. Und wenn der Narr oder das Schwein anderer Ansicht sind, dann deshalb, weil sie nur die eine Seite der Angelegenheit kennen. Die andere Partei hingegen kennt beide Seiten." - John Stuart Mill, Utilitarismus
  • "Es sind viele Esel, die nicht Säcke tragen." - Christoph Lehmann, Florilegium Politicum, Politischer Blumengarten I
  • "Gehör ich doch zu den Narren, die nach inwendig gucken, wo bekanntermaßen nur spärlich beleuchtet wird." - Wilhelm Busch, Brief an Marie Eller. 29. Sept 82
  • "Ich habe stets beobachtet, dass man, um Erfolg zu haben in der Welt, närrisch scheinen oder weise sein muss." - Charles de Montesquieu, "Pensées diverses"
  • "Ich wuchs ähnlich auf wie die meisten - und eines Tages merkte ich, wie ich zu mir sagte: Ich kann nicht leben wie ich möchte ... Ich kann noch nicht einmal sagen, was ich möchte ... Ich entschied, dass ich ein sehr dummer Narr bin, wenn ich nicht wenigstens male, was ich möchte" - Georgia O'Keeffe, zitiert auf dieStandard.at vom 3.2.2008.
  • "In Prüfungen fragen Narren, worauf Weise keine Antwort haben." - Oscar Wilde, Sätze und Lehren zum Gebrauch für die Jugend
  • "In Wahrheit, es können nur ein Narr, ein Bösewicht und ein Priester heirathen. Der letzte ist gewohnt, an Pflichten gebunden zu seyn, der Bösewicht wünscht, daß seine Frau untreu wäre und der Narr glaubt, daß sie treu ist." - Theodor Gottlieb von Hippel, Sämmtliche Werke XIII: Hippel's Briefe. Berlin: Reimer, 1838, S. 84 Google Books
  • "Jedem Tier und jedem Narren haben die Götter seine Verteidigungswaffen gegeben." - Johann Wolfgang von Goethe, Die Vögel / Treufreund
  • "Kluge Narren reden besser." - Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra
  • "Lieber nichts wissen, als Vieles halb wissen! Lieber ein Narr sein auf eigene Faust, als ein Weiser nach fremdem Gutdünken!" - Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra
  • "Meßgewänder sind das Kostüm der Narren am Himmlischen Hof." - Ambrose Bierce, Des Teufels Wörterbuch, Gesellschaftskritisches Wörterbuch eines Zynikers
  • "Mit dem Alter werden die meisten Menschen nicht nur alt, sondern auch närrisch." - Benvenuto Cellini, La vita di Benvenuto Cellini fiorentino scritta (per lui medesimo) in Firenze, 9. Kapitel
  • "Narren verhalten sich zu Ehemännern wie Sardellen zu Heringen: Der Ehemann ist der größte von beiden." - William Shakespeare, Was ihr wollt
  • Nur wer sich für ein´n Narrn eracht´t // der ist zum Weisen bald gemacht(...)" - Sebastian Brant, Das Narrenschiff, Leipzig 1958, ins Hochdeutsche übertragen von Margot Richter, S. 13
  • "Sowie Gott in Paris eine schöne Frau entstehen lässt, schickt der Teufel als Antwort einen Narren, der sie aushält." - Jules Barbey d'Aurevilly, "Les diaboliques"
  • "Verdrießlicher sind keine Narren als Narren, die Verstand besitzen." - Barthold Heinrich Brockes, Versuch vom Menschen
  • "Wäre ich Narr genug, noch an das Glück zu glauben, so würde ich es in der Gewohnheit suchen." - François-René de Chateaubriand, Der Geist des Christentums
  • "Was die Schelme nicht stehlen, das verderben die Narren." - Annette von Droste-Hülshoff, "Die Judenbuche", 1842
  • "Was glauben sie was der Papst ist? Er ist ein Narr, // ein Verrückter mit drei Kronen auf dem Kopf, // ein Mensch der die Leute verflucht // die seiner Meinung keinen Glauben schenken." - Giorgio Baffo, Poesie
  • "Wie könnten Narren müde werden!" - Franz Kafka, Kinder auf der Landstraße. In: Betrachtung. Leipzig: Rowohlt, 1912. S. 16
  • "Große Narren verstehen alles." - ''Benito Wogatzki'' in: Fleur, Roman. Shaker-Media, Aachen 2014, ISBN 978-3-95631-139-0
  • "Schau, bruder narr, mir ins gesicht - Erkennst du dort dich selber nicht?" - [musica.com.br: Spielbann, Bruder Narr]

Sprichwörter und Volksmund[Bearbeiten]

Bibel[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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Siehe auch: Dummkopf, Idiot, Blödheit, Einfalt, Dummheit
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Gegenbegriff: Schlauheit, Klugheit, Intelligenz, Weisheit
Wikipedia
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