Heinrich Heine

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Heinrich Heine (1797-1856)[Bearbeiten]

deutscher Dichter, Schriftsteller und Journalist

Zitate mit Quellenangabe[Bearbeiten]

Almansor (1823)[Bearbeiten]

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Wikipedia führt einen Artikel über Almansor (Heine).
Erinnerungsplakkette Marktplatz Neustadt an der Weinstrasse
  • "Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher // Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen." - Almansor, Vers 243 f. / Hassan. In: Tragödien nebst einem lyrischen Intermezzo, Dümmler, Berlin 1823, S. 148
  • "O weine nicht! Wie glüh’nde Naftatropfen, // So fallen deine Thränen auf mein Herz." - Almansor, Vers 781 f. / Almansor. In: Tragödien nebst einem lyrischen Intermezzo, Dümmler, Berlin 1823, S. 183

Reisebilder (1826-1830)[Bearbeiten]

Die Harzreise[Bearbeiten]

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Wikipedia führt einen Artikel über Die Harzreise.
  • "Das ist schön bei den Deutschen: Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht." - Die Harzreise
  • "Düfte sind die Gefühle der Blumen." - Die Harzreise
  • "Die Stadt selbst ist schön, und gefällt einem am besten, wenn man sie mit dem Rücken ansieht." - In Die Harzreise, über Göttingen
  • "Im allgemeinen werden die Bewohner Göttingens eingeteilt in Studenten, Professoren, Philister und Vieh; welche vier Stände doch nichts weniger als streng geschieden sind. Der Viehstand ist der bedeutendste. Die Namen aller Studenten und aller ordentlichen und unordentlichen Professoren hier herzuzählen, wäre zu weitläufig; auch sind mir in diesem Augenblick nicht alle Studentennamen im Gedächtnisse, und unter den Professoren sind manche, die noch gar keinen Namen haben." - Die Harzreise

Die Nordsee (Norderney)[Bearbeiten]

  • "Rom wollte immer herrschen, und als seine Legionen fielen, sandte es Dogmen in die Provinzen." - Die Reisebilder. 2. Teil, Die Nordsee
  • "Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern." - Reisebilder, Norderney

Ideen. Das Buch Le Grand (1826)[Bearbeiten]

  • "Die deutschen Censoren − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − Dummköpfe − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − − −" - Capitel XII. S. 180 books.google; zeno.org

Italien, Reise von München nach Genua[Bearbeiten]

  • "Vergnügen ist nichts als ein höchst angenehmer Schmerz." - Reisebilder II, Italien I, 18
  • "Ja, mich dünkt zuweilen, der Teufel, der Adel und die Jesuiten existieren nur so lange, als man an sie glaubt." - Reisebilder. "Dritter Teil: Italien, Reise von München nach Genua", zit. nach Heine: Werke, Bd. II, S. 181
  • "Unser Sommer ist nur ein grün angestrichener Winter, sogar die Sonne muss bei uns eine Jacke von Flanell tragen, wenn sie sich nicht erkälten will." - Reisebilder. Italien. Reise von München nach Genua. Kapitel XVI
  • "England mit seinen Aristokraten geht jetzt immerhin zugrunde, freie Geister haben jetzt im Notfall noch einen besseren Zufluchtsort; würde auch ganz Europa ein einziger Kerker, so gäbe es noch immer ein anderes Loch zum Entschlüpfen, das ist Amerika und gottlob! das ist noch größer als der Kerker selbst." - Reise von München nach Genua, Kapitel XXX

Die Bäder von Lucca[Bearbeiten]

  • "Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt." - Reisebilder, Die Bäder von Lucca III
  • "So ein bisschen Bildung ziert den ganzen Menschen." - Reisebilder, Die Bäder von Lucca VIII
  • "In der Wissenschaft ist alles wichtig." - Die Bäder von Lucca, Kapitel XI

Die Stadt Lucca[Bearbeiten]

  • "Wahrlich, es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die nicht bloß unsere Philosophen, sondern sogar die gewöhnlichsten Dummköpfe nicht begreifen." - Die Stadt Lucca, Kapitel I

Englische Fragmente[Bearbeiten]

Buch der Lieder (1827)[Bearbeiten]

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Wikipedia führt einen Artikel über Buch der Lieder (Heine).

Alle Zitate nach: Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg 1827, Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, Faksimile auf Commons

  • "An deinen Busen sink ich hin, // Und glaube, daß ich selig bin;" - Buch der Lieder, Lyrisches Intermezzo XIII, Verse 9-10, S. 122
  • "Anfangs wollt ich fast verzagen, // Und ich glaubt', ich trüg' es nie, // Und ich hab' es doch getragen, - // Aber frag mich nur nicht, wie?" - Buch der Lieder, Junge Leiden, Lieder VIII, S. 47
  • "Auf Flügeln des Gesanges, // Herzliebchen, trag' ich dich fort." - Buch der Lieder, Lyrisches Intermezzo IX, Verse 1-2, S. 117
  • "Es ist eine alte Geschichte, // Doch bleibt sie immer neu; // Und wem sie just passiret, // Dem bricht das Herz entzwei." Buch der Lieder, Lyrisches Intermezzo XL, Verse 9-12, S. 144
  • "Ich bin’s gewohnt den Kopf recht hoch zu tragen, // Mein Sinn ist auch ein bischen starr und zähe; // Wenn selbst der König mir in’s Antlitz sähe, // Ich würde nicht die Augen niederschlagen." Buch der Lieder, Junge Leiden, An meine Mutter, B. Heine, Sonette I, Verse 1-4, S. 92
  • "Ich glaube, die Wellen verschlingen // Am Ende Schiffer und Kahn; // Und das hat mit ihrem Singen // Die Lore-Ley gethan." - Buch der Lieder, Die Heimkehr II, letzte Strophe, S. 179
  • "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, // Daß ich so traurig bin; // Ein Mährchen aus alten Zeiten, // Das kommt mir nicht aus dem Sinn." - Buch der Lieder, Die Heimkehr II, erste Strophe, S. 178

Französische Zustände (1833)[Bearbeiten]

  • "St. Denis ist, wie männiglich weiß, der Schutzpatron der Könige von Frankreich, bekanntlich ein Heiliger, der mit seinem eigenen Kopfe in der Hand dargestellt wird." - Französische Zustände, Artikel I, www.zeno.org

Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland (1834)[Bearbeiten]

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Wikipedia führt einen Artikel über Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland.

Die romantische Schule (1836)[Bearbeiten]

  • "In der Weltgeschichte ist nicht jedes Ereignis die unmittelbare Folge eines anderen, die Ereignisse bedingen sich vielmehr wechselseitig." - Die romantische Schule

Deutschland. Ein Wintermärchen (1844)[Bearbeiten]

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Wikipedia führt einen Artikel über Deutschland. Ein Wintermärchen.

Vorwort (nur Teil der Separatausgabe)[Bearbeiten]

Alle Zitate nach: Heinrich Heine, Vorwort, Deutschland. Ein Wintermährchen, Hoffmann und Campe, Hamburg 1844, S. V-XII, Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, Faksimile auf Commons, DTA

  • "Ich bin der Freund der Franzosen, wie ich der Freund aller Menschen bin, wenn sie vernünftig und gut sind, und weil ich selber nicht so dumm oder so schlecht bin, als daß ich wünschen sollte, daß meine Deutschen und die Franzosen, die beiden auserwählten Völker der Humanität, sich die Hälse brächen zum Besten von England und Rußland und zur Schadenfreude aller Junker und Pfaffen dieses Erdballs." - Vorwort, Deutschland. Ein Wintermährchen, S. VIII
  • "Indessen, die Elsasser und Lothringer werden sich wieder an Deutschland anschließen, wenn wir das vollenden, was die Franzosen begonnen haben, [...] wenn wir das arme, glückenterbte Volk und den verhöhnten Genius und die geschändete Schönheit wieder in ihre Würde einsetzen, wie unsere großen Meister gesagt und gesungen, und wie wir es wollen, wir, die Jünger – ja, nicht bloß Elsaß und Lothringen, sondern ganz Frankreich wird uns alsdann zufallen, ganz Europa, die ganze Welt – die ganze Welt wird deutsch werden! Von dieser Sendung und Universalherrschaft Deutschlands träume ich oft wenn ich unter Eichen wandle. Das ist mein Patriotismus." - Vorwort, Deutschland. Ein Wintermährchen, S. IX f.
  • "Pflanzt die schwarz-roth-goldne Fahne auf die Höhe des deutschen Gedankens, macht sie zur Standarte des freyen Menschthums, und ich will mein bestes Herzblut für sie hingeben. Beruhigt Euch, ich liebe das Vaterland eben so sehr wie Ihr." - Vorwort, Deutschland. Ein Wintermährchen, S. VIII

Deutschland. Ein Wintermärchen[Bearbeiten]

Alle Zitate nach: Heinrich Heine, Deutschland. Ein Wintermährchen. In: Neue Gedichte, Hoffmann und Campe, Hamburg 1844, S. 277-421, Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, Faksimile auf Commons, DTA

  • "Der lange Schnurrbart ist eigentlich nur // Des Zopfthums neuere Phase: // Der Zopf, der ehmals hinten hing, // Der hängt jetzt unter der Nase." - Deutschland. Ein Wintermährchen, Caput III, Strophe 9, S. 289
  • "Der Tisch war gedeckt. Hier fand ich ganz // Die altgermanische Küche. // Sey mir gegrüßt, mein Sauerkraut, // Holdselig sind deine Gerüche!" - Deutschland. Ein Wintermährchen, Caput IX, Strophe 2, S. 322
  • "Die Göttin hat mir Thee gekocht // Und Rum hineingegossen; // Sie selber aber hat den Rum // Ganz ohne Thee genossen." - Deutschland. Ein Wintermährchen, Caput XXV, Strophe 1, S. 402
  • "Fatal ist mir das Lumpenpack, // Das, um die Herzen zu rühren, // Den Patriotismus trägt zur Schau // Mit allen seinen Geschwüren." - Deutschland. Ein Wintermährchen, Caput XXIV, Strophe 20, S. 401
  • "Ich möchte nicht todt und begraben seyn // Als Kaiser zu Aachen im Dome; // Weit lieber lebt’ ich als kleinster Poet // Zu Stukkert am Neckarstrome." - Deutschland. Ein Wintermährchen, Caput III, Strophe 2, S. 287
  • "Sie sang das alte Entsagungslied, // Das Eyapopeya vom Himmel, // Womit man einlullt, wenn es greint, // Das Volk, den großen Lümmel. // Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, // Ich kenn’ auch die Herren Verfasser; // Ich weiß, sie tranken heimlich Wein // Und predigten öffentlich Wasser." - Deutschland. Ein Wintermährchen, Caput I, Strophe 7-8, S. 280 f.
  • "Sie stelzen noch immer so steif herum, // So kerzengrade geschniegelt, // Als hätten sie verschluckt den Stock // Womit man sie einst geprügelt." - Deutschland. Ein Wintermährchen, Caput III, Strophe 7, S. 288
  • "Zu Aachen langweilen sich auf der Straß’ // Die Hunde, sie flehn unterthänig: // Gieb uns einen Fußtritt, o Fremdling, das wird // Vielleicht uns zerstreuen ein wenig." - Deutschland. Ein Wintermährchen, Caput III, Strophe 3, S. 287

Gedanken und Einfälle[Bearbeiten]

  • "In dunklen Zeiten wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist; er kennt Wege und Stege besser als ein Sehender. – Es ist aber töricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen." - Gedanken und Einfälle, II. Religion und Philosophie"
  • "Der Historiker ist immer ein Merlin, er ist die Stimme einer begrabenen Zeit, man befragt ihn, und er gibt Antwort, der rückwärtsschauende Prophet." - Gedanken und Einfälle, III: Kunst und Literatur

Briefe, Gedichte, Sonstige[Bearbeiten]

  • "Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch." - HSA Bd. 20, Brief Nr. 235: Heinrich Heine an Karl August Varnhagen von Ense, 19. Oktober 1827, Seite 302
  • "Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch, wir weben hinein den dreyfachen Fluch, wir weben, wir weben." - Die schlesischen Weber
  • "Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht." - Nachtgedanken (1843)
  • "Die Handlungen eines Furchtsamen, wie die eines Genies, liegen außerhalb aller Berechnungen." - Französische Zustände
  • "Die Religion kann nie schlimmer sinken, als wenn sie solchermaßen zur Staatsreligion erhoben wird." - zitiert bei: W. Beutin, „Heinrich Heine“, S. 210, in: „2000 Jahre Folter im Namen Gottes“, 1998, S. 136
  • "Die Verleumdung, das freche Gespenst, setzt sich auf die edelsten Gräber." - Englische Fragmente
  • "Er sprach mit jener stillen, impertinenten Zurückhaltung, die noch unerträglicher ist als die vollauteste Aufschneiderei." - Über die Französische Bühne, Erster Brief, 1837
  • "Es gibt zwei Sorten Ratten: // Die hungrigen und satten." - Zeitgedichte, gutenberg.spiegel.de
  • "Ich habe immer unter Jüdinnen die gesündesten Naturen gefunden, und ich kann es Gott Vater gar nicht verdenken, dass er der bethlehemitischen Maria die Cour und ein Kind gemacht." - Brief an Joseph Lehmann, Lüneburg, 26. Juni 1823
  • "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, // Daß ich so traurig bin; // Ein Märchen aus alten Zeiten, // Das kommt mir nicht aus dem Sinn." - Gedicht 2 aus 'Heimkehr', 1823-24, bekannt als 'Die Lore-Lei'
  • "Ihr könnt Euch darauf verlassen, die Bescheidenheit der Leute hat immer ihre guten Gründe." - Vorrede zu Salon I
  • "In meinem Hirne rumort es und knackt, // Ich glaube, da wird ein Koffer gepackt, // Und mein Verstand reist ab - o wehe! - // noch früher als ich selber gehe." - Babylonische Sorgen, 1854, Verse 33 ff. In: Gesammelte Werke, Zweiter Band, Hrsg. Gustav Karpeles, G. Grote'sche Verlagsbuchhandlung, Berlin 1887, S. 432 Internet Archive
  • "In uns selbst liegen die Sterne unseres Glücks." - Memoiren, 1854
  • "Leise zieht durch mein Gemüt liebliches Geläute." - Neuer Frühling, 1830
  • "Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, / und küsse die Marketenderin! / Das ist die ganze Wissenschaft, / das ist der Bücher tiefster Sinn." - Doktrin
  • "Wenn es den Kaiser juckt, so müssen die Völker sich kratzen." - Letzte Gedichte, Kobes

Letzte Worte von Heinrich Heine[Bearbeiten]

  • (Original franz.: "Dieu me pardonnera, c'est son métier." - Quelle: Alfred Meißner: "Heinrich Heine. Erinnerungen." Hamburg, Hoffmann und Campe 1856, S. 259 books.google
  • Et Baudry de conter ce joli mot de Henri Heine, à son lit de mort. Sa femme priant à ses côtés Dieu de lui pardonner, il interrompt la prière, en disant: « N’en doute pas, ma chère, il me pardonnera; c’est son métier! » - Journal des Goncourt: Mémoires de la vie littéraire. Année 1863 fr.wikisource, 23 février)

Sonstige[Bearbeiten]

  • "Aus dem alten Testament springe ich manchmal ins Neue, und auch hier überschauert mich die Allmacht des großen Buches. Welchen heiligen Boden betritt hier dein Fuß! Bei dieser Lektüre sollte man die Schuhe ausziehen wie in der Nähe von Heiligtümern." - Ludwig Börne. Eine Denkschrift. Werke und Briefe in zehn Bänden. Band 6, Berlin und Weimar 2. Aufl. 1972 http://www.zeno.org/nid/20005030382
  • "Das Geld ist der Gott unserer Zeit und Rothschild ist sein Prophet." - Lutetia. Erster Teil. Aus: Werke und Briefe in zehn Bänden. hg. von Hans Kaufmann, 2. Auflage, Berlin und Weimar: Aufbau, 1972. Band 6, S. 378
  • "Es sind in Deutschland die Theologen, die dem lieben Gott ein Ende machen – on n'est jamais trahi que par les siens [verraten wird man nur von seinen Freunden.]" - Aphorismen und Fragmente [aus dem Nachlass]; Werke und Briefe in zehn Bänden, Band 7, Berlin und Weimar 2. Aufl. 1972, S. 400 http://www.zeno.org/nid/20005029600
  • „Friedliche Gesinnung. Wünsche: bescheidene Hütte, Strohdach, aber gutes Bett, gutes Essen, Milch und Butter, sehr frisch, vor dem Fenster Blumen, vor der Türe einige schöne Bäume, und wenn der liebe Gott mich ganz glücklich machen will, läßt er mir die Freude erleben, daß an diesen Bäumen etwa sechs bis sieben meiner Feinde aufgehängt werden - Mit gerührtem Herzen werde ich ihnen vor ihrem Tode alle Unbill verzeihen, die sie mir im Leben zugefügt - ja, man muß seinen Feinden verzeihen, aber nicht früher, als bis sie gehenkt worden. - Versöhnlichkeit, Liebe, Barmherzigkeit.“ - Aphorismen und Fragmente [aus dem Nachlass]; Werke und Briefe in zehn Bänden, Band 7, Berlin und Weimar 2. Aufl. 1972, S. 413 http://www.zeno.org/nid/20005029600

Zitate mit Bezug auf Heinrich Heine[Bearbeiten]

  • "Den höchsten Begriff vom Lyriker hat mir Heinrich Heine gegeben. Ich suche umsonst in allen Reichen der Jahrtausende nach einer gleich süssen und leidenschaftlichen Musik. Er besass jene göttliche Bosheit, ohne die ich mir das Vollkommne nicht zu denken vermag […] - Und wie er das Deutsche handhabt! Man wird einmal sagen, dass Heine und ich bei weitem die ersten Artisten der deutschen Sprache gewesen sind." - Friedrich Nietzsche in Ecce homo, warum ich so klug bin 4 (KSA 6, S. 286.)
  • "Der Wohlklang, der Scharfsinn und der Stil - und damit ist schon charakterisiert, was Heines bahnbrechendes Werk von beinahe allen seinen Vorgängern und beinahe allen seinen Nachfolgern unterscheidet. [...]. Ihm ist geglückt, was Europa den Deutschen kaum mehr zutraute: ein Stück Weltliteratur in deutscher Sprache." - Marcel Reich-Ranicki in Der Fall Heine, dtv, München 2000, S. 13.
  • "Die Zahl der deutschen Kriegerdenkmäler zur Zahl der deutschen Heine-Denkmäler verhält sich hierzulande wie die Macht zum Geist." - Kurt Tucholsky in Die Weltbühne, Nr. 28 vom 9. Juli 1929, S. 58.
  • "Es fehlt in Heines Heimat an der Zivilcourage eines offenen Bekenntnisses zu dem Sänger eines neuen Liedes, eines besseren Liedes, um so mehr als dieser die unverzeihliche Sünde begangen hat, als Sohn jüdischer Eltern das Licht der Welt zu erblicken." - Der New Yorker Aufbau vom 9. August 1968, zitiert nach Schönfeldt 1972, S. 46.
  • "Heine ist von den meisten anderen Dichtern verschieden, weil er alle Scheinheiligkeit verachtet, er zeigt sich stets als der, welcher er ist, mit allen menschlichen Eigenschaften und allen menschlichen Fehlern." - Kaiserin Elisabeth von Österreich in ihrem Tagebuch; zitiert nach Joseph A. Kruse: Heinrich Heine. Leben und Werk in Daten und Bildern, Frankfurt am Main, 1983, S.11.
  • "Schopenhauer, der letzte Deutsche, der in Betracht kommt (- der ein europäisches Ereigniss gleich Goethe, gleich Hegel, gleich Heinrich Heine ist, und nicht bloss ein lokales, ein "nationales") […] - Friedrich Nietzsche, Götzen-Dämmerung, Streifzüge eines Unzeitgemässen, 21 (KSA 6, S. 125).

Quellen[Bearbeiten]

Reisebilder, 1831

Mit Heine: Werke wird bezeichnet:
Heinrich Heine: Sämtliche Werke in vier Bänden, Artemis & Winkler-Verlag, Düsseldorf und Zürich

Mit HSH wird bezeichnet:
Werke, Briefwechsel, Lebenszeugnisse. Säkularausgabe. Hrsg. von den Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar und dem Centre National de la Recherche Scientifique in Paris. Bd. 1-27. Berlin: Akademie-Verlag, Paris: Editions du CNRS, 1970 ff [noch nicht abgeschlossen], vgl. auch germazope.uni-trier.de

Mit DHA wird bezeichnet:
Historisch-kritische Gesamtausgabe der Werke. In Verbindung mit dem Heinrich-Heine-Institut hrsg. von Manfred Windfuhr im Auftrag der Landeshauptstadt Düsseldorf. Bd. 1-16. Hamburg: Hoffmann und Campe 1973-1997, vgl. auch germazope.uni-trier.de

Weblinks[Bearbeiten]

Wikisource
Wikisource führt Texte oder Textnachweise von Heinrich Heine.
Commons
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