Marie von Ebner-Eschenbach

aus Wikiquote, der freien Zitatsammlung
Wechseln zu: Navigation, Suche

Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916)[Bearbeiten]

österreichische Erzählerin

Zitate mit Quellenangabe[Bearbeiten]

Aphorismen[Bearbeiten]

  • "Alberne Leute sagen Dummheiten, gescheite Leute machen sie." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paeltel. 1893. S. 74
  • "Als eine Frau lesen lernte, trat die Frauenfrage in die Welt." -Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893 S. 61 (Nr. 41)
  • "Alte Diener sind kleine Tyrannen, an welche die große Tyrannin Gewohnheit uns knüpft." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 23
  • "Am unbarmherzigsten im Urteil über fremde Kunstleistungen sind die Frauen mittelmäßiger Künstler." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 64
  • "Am Ziele deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 88
  • "An Rheumatismus und an wahre Liebe glaubt man erst, wenn man davon befallen ist." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 46
  • "Auch das kleinste Licht hat sein Atmosphärchen." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 87
  • "Ausdauer ist eine Tochter der Kraft, Hartnäckigkeit eine Tochter der Schwäche, nämlich - der Verstandesschwäche." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 59
  • "Ausnahmen sind nicht immer Bestätigungen der alten Regel; sie können auch die Vorboten einer neuen Regel sein." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 34
  • "Begeisterung spricht nicht immer für Den, der sie erweckt, und immer für Den, der sie empfindet." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 82
  • "Bewunderung der Tugend ist Talent zur Tugend." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 41
  • "Bis zu einem gewissen Grade selbstlos sollte man schon aus Selbstsucht sein." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 66
  • "Dafür, daß uns am Lob nichts liegt, wollen wir besonders gelobt sein." - Aphorismen, Reclam Verlag, Stuttgart, 2002, S. 49
  • "Das Erfundene kann vervollkommnet, das Geschaffene nur nachgeahmt werden." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 62
  • "Das Leben erzieht die großen Menschen und lässt die kleinen laufen." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 75
  • "Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 41
  • "Das unfehlbare Mittel, Autorität über die Menschen zu gewinnen, ist, sich ihnen nützlich zu machen" - Aphorismen, Reclam Verlag, Stuttgart, 2002, S. 30
  • "Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids - und ein Quell unendlichen Trostes." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 24
  • "Der Geist einer Sprache offenbart sich am deutlichsten in ihren unübersetzbaren Worten." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 22
  • "Der Gescheitere giebt nach! Ein unsterbliches Wort. Es begründet die Weltherrschaft der Dummheit." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 6
  • "Der größte Feind des Rechtes ist das Vorrecht." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 41
  • "Der Ignorant weiß nichts, der Parteimann will nichts wissen." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 79
  • "Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen. Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 27
  • "Der Zufall ist die in Schleier gehüllte Notwendigkeit." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 4
  • "Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 84
  • "Die größte Gewalt über einen Mann hat die Frau, die sich ihm zwar versagt, ihn aber in dem Glauben zu erhalten versteht, dass sie seine Liebe erwidere." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 51
  • "Die größte Nachsicht mit einem Menschen entspringt aus der Verzweiflung an ihm." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 5
  • "Die Liebe hat nicht nur Rechte, sie hat auch immer recht." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 15
  • "Die Liebe überwindet den Tod, aber es kommt vor, daß eine kleine üble Gewohnheit die Liebe überwindet." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 59
  • "Die Sittlichkeit verfeinert die Sitte und die Sitte wiederum die Sittlichkeit." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 25
  • "Die verstehen sehr wenig, die nur das verstehen, was sich erklären läßt." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 3
  • "Die Wunden, die unserer Eitelkeit geschlagen werden, sind halb geheilt, wenn es uns gelingt, sie zu verbergen." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 76
  • "Ein Aphorismus ist der letzte Ring einer langen Gedankenkette" - Aphorismen, Reclam Verlag, Stuttgart, 2002, S. 3
  • "Ein Urteil läßt sich widerlegen, aber niemals ein Vorurteil" - Aphorismen, Reclam Verlag, Stuttgart, 2002, S. 3
  • "Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie ihnen selbst anerzogen haben" - Aphorismen, Reclam Verlag, Stuttgart, 2002, S. 11
  • "Es gibt mehr naive Männer als naive Frauen." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 42
  • "Es gibt wenig aufrichtige Freunde. Die Nachfrage ist auch gering." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 76
  • "Es glaube doch nicht Jeder, der imstande war, seine Meinung von einem Kunstwerk aufzuschreiben, er habe es kritisiert." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 76
  • "Es ist schlimm, wenn zwei Eheleute einander langweilen; viel schlimmer jedoch ist es, wenn nur Einer von ihnen den Andren langweilt." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 51
  • "Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun" - Aphorismen, Reclam Verlag, Stuttgart, 2002, S. 10
  • "Gebrannte Kinder fürchten das Feuer oder vernarren sich darein." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 8
  • "Geduld mit der Streitsucht der Einfältigen! Es ist nicht leicht zu begreifen, dass man nicht begreift." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 5
  • "Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie" - Aphorismen, Reclam Verlag, Stuttgart, 2002, S. 50
  • "Haben und nicht geben ist in manchen Fällen schlimmer als stehlen." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 9
  • "Im Unglück finden wir meistens die Ruhe wieder, die uns durch die Furcht vor dem Unglück geraubt wurde." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 70
  • "In der Jugend lernt, im Alter versteht man." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 13
  • "Je ungebildeter ein Mensch, desto schneller ist er mit einer Ausrede fertig." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 74
  • "Jung sein ist schön, alt sein ist bequem." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 31
  • "Kein Toter ist so gut begraben wie eine erloschene Leidenschaft." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 84
  • "Man muss schon etwas wissen, um verbergen zu können, dass man nichts weiß." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 60
  • "Menschen, die viel von sich sprechen, machen - so ausgezeichnet sie übrigens sein mögen - den Eindruck der Unreife." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 42
  • "Mut des Schwachen, Milde des Starken - beide anbetungswürdig!" - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 34
  • "Natur ist Wahrheit; Kunst ist die höchste Wahrheit." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 14
  • "Nichts Besseres kann der Künstler sich wünschen als grobe Freunde und höfliche Feinde." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 80
  • "Sag etwas, das sich von selbst versteht, zum ersten Mal, und Du bist unsterblich." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 3
  • "Sehr geringe Unterschiede begründen manchmal sehr große Verschiedenheiten." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 55
  • "Siege, aber triumphiere nicht." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 4
  • "Suche immer zu nützen! Suche nie, dich unentbehrlich zu machen." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 34
  • "Vertrauen ist Mut, und Treue ist Kraft." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 3
  • "Viele Leute glauben, wenn sie einen Fehler eingestanden haben, brauchten sie ihn nicht mehr abzulegen." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 41
  • "Vorurteil stützt die Throne, Unwissenheit die Altäre." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 68
  • "Was noch zu leisten ist, das bedenke; was Du schon geleistet hast, das vergiss." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 51
  • "Wenn alberne Leute sich bemühen, ein Geheimnis vor uns zu verbergen, dann erfahren wir es gewiss, so wenig uns auch danach gelüstet." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 26
  • "Wenn die Großmut vollkommen sein soll, muss sie eine kleine Dosis Leichtsinn enthalten." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 31
  • "Wenn die Nachtigallen aufhören zu schlagen, fangen die Grillen an zu zirpen." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 70
  • "Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann" - Aphorismen, Reclam Verlag, Stuttgart, 2002, S. 21
  • "Wenn man das Dasein als eine Aufgabe betrachtet, dann vermag man es immer zu ertragen." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 20
  • "Wenn man ein Seher ist, braucht man kein Beobachter zu sein." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 57
  • "Wer in der Gegenwart von Kindern spottet oder lügt, begeht ein todeswürdiges Verbrechen." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 27
  • "Wer nichts weiß, muss alles glauben." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 21
  • "Wer sich seiner eigenen Kindheit nicht mehr deutlich erinnert, ist ein schlechter Erzieher" - Aphorismen, Reclam Verlag, Stuttgart, 2002, S. 6
  • "Wie teuer Du eine schöne Illusion auch bezahltest, Du hast doch einen guten Handel gemacht." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 87
  • "Wir sind leicht bereit, uns selbst zu tadeln, unter der Bedingung, dass niemand einstimmt." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 77
  • "Wir verlangen sehr oft nur deshalb Tugenden von anderen, damit unsere eigenen Fehler sich bequemer breitmachen können." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 6
  • "Zwischen Können und Tun liegt ein großes Meer und auf seinem Grunde die gescheiterte Willenskraft." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 41
  • Wir sollen immer verzeihen, dem Reuigen um seinetwillen, dem Reuelosen um unseretwillen. Aphorismen (Berlin: 1893), #57
  • Auch die Tugend ist eine Kunst, und auch ihre Anhänger teilen sich in Ausübende und in bloße Liebhaber. Aphorismen (Berlin: 1893), #61

Weblinks[Bearbeiten]

Wikisource
Wikisource führt Texte oder Textnachweise von Marie von Ebner-Eschenbach.
Commons
Commons führt Medien zu Marie von Ebner-Eschenbach.