Vorlage:Zitat des Tages/Archiv 2008

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* Vorlage:Zitat des Tages/Archiv 2008/Dezember 2008[Bearbeiten]

September 2008[Bearbeiten]

  • "Wenn ein Kind mit einem anderen verglichen wird, ist das eine Verletzung. Jede Form des Vergleichens verletzt." - Jiddu Krishnamurti, Vollkommene Freiheit (1.)

August 2008[Bearbeiten]

  • "Was für eine vorzügliche Einrichtung, dass die Gedanken nicht als sichtbare Schrift über unsere Stirne laufen." - Christa Wolf, Kein Ort. Nirgends, 1979 (31.)
  • "Werte, so lässt sich allgemein sagen, sind das, was man hochschätzt, was man achtet, was uns teuer ist. Eine Gesellschaft ohne Wert-Setzungen ist nicht denkbar. Gesellschaften sind stets auch Wertegemeinschaften." - Isabel Rith-Magni, Kulturkalender Baden-Württemberg, Ausgabe 32, 3/2007 Juli-September 2007, S. 17 (30.)
  • "Keiner, der mit äußerster Geschwindigkeit läuft, hat Kopf oder Herz." - William Butler Yeats, Entfremdung (29.)
  • "Deine Absicht erst gibt deinem Werke seinen Namen." - Ambrosius von Mailand, De officiis Ministrorum , (Von den Pflichten) (28.)
  • "Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen." - Ludwig von Mises, Liberalismus, Teil I, Kapitel 11 (27.)
  • "Wir werden jetzt mit dem Trainer Einzelgespräche führen und versuchen, ihn davon zu überzeugen, weiterzumachen - wenn er sich nicht schon entschieden hat." - Michael Ballack zur Zukunftsplanung von Jürgen Klinsmann, Kölner Stadt-Anzeiger, 10. Juli 2006 (26.)
  • "Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, dass ihre Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist." - Max Planck - Wissenschaftliche Selbstbiographie, 1948 (25.)
  • "Das Paradies, das wären ein französischer Koch, ein britischer Polizist, ein deutscher Manager und ein italienischer Liebhaber. Die Hölle, das sind ein britischer Koch, ein deutscher Polizist, ein italienischer Manager und ein französischer Liebhaber." - Carla Bruni, Stern Nr. 30/2008 vom 17. Juli 2008, S. 148 (24.)
  • "Es ist selbstverständlich, dass Frauen etwas lernen, dass sie sich weiterbilden und Aufgaben auch außerhalb der Familie übernehmen, wenn sie das Talent dafür haben. Doch all das sollte in Maßen geschehen." - Eva Herman, Cicero Magazin, 27. April 2006, cicero.de (23.)
  • "Eine neue Kultur zu schaffen bedeutet nicht nur, individuell ›originelle‹ Entdeckungen zu machen, es bedeutet auch und besonders, bereits entdeckte Wahrheiten kritisch zu verbreiten, sie sozusagen zu ›vergesellschaften‹ und sie dadurch Basis vitaler Handlungen, Element der Koordination und der intellektuellen und moralischen Ordnung werden zu lassen." - Antonio Gramsci, Gefängnishefte, Heft 11, §12, 1377 (22.)
  • "Kreativität: Man muss nicht immer da anknüpfen, wo man den Faden veloren hat, sondern auch mal etwas Neues einfädeln." - Gerhard Uhlenbruck, Kein Blatt vor den Mund nehmen, S. 51 (21.)
  • "Natürliche Jugend ist immer bescheiden und gütig und dankbar für herzliches Gewähren, aber wer sich, ohne Ehrerbietung wecken zu können, ans Erziehen macht, soll sich nicht wundern, wenn er Frechheit und Grausamkeit weckt." - Walter Flex, Der Wanderer zwischen beiden Welten (20.)
  • "Denn Schwärmerey steckt wie der Schnuppen an. // Man fühlt, ich weis nicht was, und eh man wehren kann, // Ist unser Kopf des Herzens nicht mehr mächtig." - Christoph Martin Wieland, Musarion, oder Die Philosophie der Grazien. Leipzig: Weidmann, 1768. S. 21 (19.)
  • "Geküsster Mund verliert nicht sein Glück, vielmehr erneuert er sich wie es der Mond tut." - Giovanni Boccaccio, Decamerone, 2. Tag, 7. Erzählung (18.)
  • "Sing, unsterbliche Seele, der sündigen Menschen Erlösung." - Friedrich Gottlieb Klopstock, Der Messias. Halle: Hemmerde, 1751. Seite 3 Google Books (17.)
  • "All die Gründe, die die Einleitung von Gewalt böse machen, machen die vergeltende Gewalt eine moralische Notwendigkeit." - Ayn Rand, Die Tugend des Eigennutzes, Kapitel 14, Vom Wesen der Regierung (16.)
  • "Es gibt Tage, wo das Leben übertrieben flau ist. Zu Bett gehen; weiter hilft nichts mehr." - Heinrich Mann, Der Unbekannte, Aus: Das gestohlene Dokument und andere Novellen. Berlin: Aufbau-Verlag, 1957. S. 10 (15.)
  • "Es gibt Energien im Universum, die unser Leben mitbestimmen, daran glaube ich. Mit kleinen grünen Männchen habe ich aber eher weniger am Hut." - Gillian Anderson, Stern Nr. 28/2008 vom 3. Juli 2008, S. 138 (14.)
  • "Zwei Worte - ein Bier." - Werbespruch, Bierwerbung, 1960er (13.)
  • "Justiz hat mit Gerechtigkeit so viel zu tun wie die Landeskirchenverwaltung mit dem lieben Gott." - Herbert Rosendorfer, zitiert in: Sonntagsblatt, Evangelische Wochenzeitung für Bayern, Ausgabe 24, 12. Juni 2005, sonntagsblatt-bayern.de (12.)
  • "Auf einem Kongress hat ein Dreißigjähriger zu mir gesagt: »Muss ein Siebzigjähriger wirklich noch Viagra nehmen? Der hat doch schon genug schöne Sachen mitgemacht.« Ich habe geantwortet: »Okay, gehen Sie zu Ihrem Großvater und sagen Sie ihm: Du brauchst keine Brille mehr, du hast schon genug gesehen.« - Oswalt Kolle, über Alterssexualität, Stuttgarter Zeitung Nr. 178/2007 vom 4. August 2007, S. 43 (11.)
  • "Das Volk glaubt nämlich nicht an sich selbst. Und Gott schweigt. Hierin liegt der Grund der universellen Tragödie: Gott schweigt. Und er schweigt, weil er Atheist ist." - Miguel de Unamuno: Wie man einen Roman macht. Aus dem Spanischen übersetzt von Erna Pfeiffer, Literaturverlag Droschl Graz - Wien, 2000, ISBN 3-85420-543-0, S. 71 (10.)
  • "Es braucht offenbar eine zentrale Kompetenz, weil es anders nicht geht. Die Kultusministerkonferenz arbeitet gelegentlich mit dem Tempo einer Griechischen Landschildkröte. Die Leidtragenden sind Eltern, Lehrer und Kinder." - Jürgen Möllemann, Der Spiegel Nr. 47/1988, S. 106, spiegel.de (9.)
  • 1.August - 8.August Zitate wie Juli 2008

Juli 2008[Bearbeiten]

  • "Es liest // Kein Leser mehr heraus, als er hinein liest. // Dem andern ist dasselbe Buch ein anders." - Otto Ludwig, Das Fräulein von Scuderi, II, 7 (Cardillac). Aus: Gesammelte Schriften. 3. Band: Dramen. Leipzig: Grunow, 1891. S. 168. Google Books-USA* (31.)
  • "Wer, wie der Fuchs ein Amt erschleicht, // Der wird es als ein Wolf verwalten." - Karl Friedrich Kretschmann, Amtsregel. Aus: Epigrammatische Anthologie. Hrsg. von Carl Julius Schütz. 3. Theil. Halle, 1807. S. 238. Google Books (30.)
  • "Die Entdeckung der Evolution schließt die Einsicht ein, dass unsere Gegenwart mit absoluter Sicherheit nicht das Ende (oder gar das Ziel) der Entwicklung sein kann." - Hoimar von Ditfurth, Wir sind nicht nur von dieser Welt, 1981 (29.)
  • "Aber jemand, der von einer falschen Sache überzeugt ist, ist mir lieber als einer, der von gar nichts überzeugt ist." - Christine Brückner, Jauche und Levkojen. Ex Libris Ausgabe, Frankfurt am Main, 1990, S. 183. ISBN 3-550-08570-2 (28.)
  • "Es wäre aberwitzig, wenn wir uns um die Wurzeln der Bäume mehr kümmern würden als um die Wurzeln der Menschen." - Günter Nooke, zur Verankerung eines Staatsziels Kultur im Grundgesetz, die tageszeitung, 3. Juni 2005 (27.)
  • "Jede Kultur wird durch die Suggestion eines unsichtbaren Hypnotiseurs zusammengehalten - durch künstlich erzeugte Illusion." - William Butler Yeats, Entfremdung (26.)
  • "Was für ein grobes Tier ist der Mensch! Alles // was die Natur gutes tut entstellt er, // sie macht eine Sache einfach und rein // und er mit seinen Händen wandelt sie um. " - Giorgio Baffo, aus Poesie, Seite 186 (25.)
  • "Der Donnerstag ist wunderlich, der Freitag gar absunderlich." - Bauernweisheiten, Wochentage (24.)
  • "Ich spiele den unglücklich Verliebten. Sie ist der moderne unromantische Typus, immer am Computer und am Handy. Auch dadurch kehren sich die Rollenverhältnisse um. Die Rolle des femininen Mannes entspricht mir sehr." - Gérard Depardieu, In »Chanson d’Amour«, www.zeit.de (23.)
  • "Ohne alle Weltanschauung wäre der Mensch ohne jegliche Kultur, eine große zweifüßige Ameise." - Houston Stewart Chamberlain, Grundlagen des 19. Jahrhunderts (22.)
  • "Ärzte, die in einem sozialfinanzierten Krankenversicherungssystem mehr verdienen wollen als der Bundeskanzler, sollen Bauspekulanten werden oder nach Saudi-Arabien auswandern." - Ellis Huber, Berliner Kurier, 6. Juli 1998 (21.)
  • "Anerkennung geht in der Regel nur so weit, als sie dazu dient, dem Anerkennenden selbst Relief zu geben." - Karl Gutzkow, Gutzkows Werke, Bd. 4 (20.)
  • "Nicht ohne Absicht hat die sorgsame Natur in der Biene die Süße des Honigs mit der Schärfe des Stachels verbunden. Sehnen und Knochen hat der Leib, so sei der Geist auch nicht lauter Sanftmut." - Baltasar Gracián y Morales, Handorakel und Kunst der Weltklugheit (19.)
  • "Sehr kluge und verständige Menschen tun oft im gemeinen Leben Schritte, bei denen wir den Kopf schütteln müssen." - Adolph Freiherr Knigge, Einleitung. hg. von Karl Goedeke. 16. Ausgabe. Hannover: Hahn, 1878. Seite 1 (18.)
  • "Das Zeichen der Vollkommenheit in den niederen Wesen ist: Dass sie etwas sich selber Ähnliches zu schaffen vermögen." - Theresa von Ávila, Summe gegen die Heiden (17.)
  • "Zweifellos gibt es in Wirklichkeit nicht drei Welten, sondern nur eine, und das wahre Wesen dieser Welt können wir gegenwärtig nicht einmal erahnen" - Roger Penrose: Schatten des Geistes : Wege zu einer neuen Physik des Bewusstseins; S. 529. (16.)
  • "Ich habe einmal ein Gespräch mit einem fremden Menschen abgebrochen und bin weggegangen, weil ich zu müde war." - Ilse Aichinger, zeus.zeit.de/Ein ZEIT-Gespräch (15.)
  • "Ein Mann lebt davon, großartige Dinge zu tun, und sei es nur, wenn es ihm gelingt, einen neuen Internetbrowser runterzuladen." - Christoph Schlegel, Stuttgarter Zeitung Nr. 150/2008 vom 30. Juni 2008, S. 5 (14.)
  • "Datenschutz ist ein notwendiges Gegengewicht und ein Korrekturinstrument gegen übermäßige, die Individualrechte beeinträchtigende Datenverarbeitung, aber er kann und soll kein Verhinderungsinstrument sein." - Hans Peter Bull, Neue Juristische Wochenschrift Heft 23/2006 vom 6. Juni 2006 (13.)
  • "Es gibt Männer, die heute noch der Rippe nachtrauern, die Adam hergeben mußte." - Markus M. Ronner, Markus M. Ronner Zitate-Lexikon (12.)
  • "Die Worte sind nur das Äußere der Gedanken. Es ist töricht, wenn man nur das Äußere ansehen wollte und darüber die Gedanken vernachlässigte." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 303 (11.)
  • "Ich habe keine Angst vor der Stille. Die Oper hat Momente, in denen Stille die schönste Musik ist." - Rolando Villazón, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Nr. 6/2007 vom 11. Februar 2007, S. 26 (10.)
  • "Wer so viel Hass, Neid, Verleumdung, Wut, Liebe, Bewunderung und Streit erntete wie Karl May, verdiente es schon um dieser Kraft willen, gehört zu werden." - Hermann Bahr, Neue Freie Presse, Wien, 10. März 1912 (9.)
  • "Jeder Mensch trägt einen Zauber im Gesicht: irgendeinem gefällt er." - Friedrich Hebbel, Tagebücher 4, 5874 (1861) (8.)
  • "Jede Strafe, die nicht von der absoluten Notwendigkeit diktiert wird, sagt der große Montesquieu, ist tyrannisch, ein Satz, der so verallgemeinert werden kann: Jeder Akt von zwischenmenschlicher Autorität, der nicht durch absolute Notwendigkeit begründet ist, ist tyrannisch." - Cesare Beccaria, aus Dei delitti e delle pene (7.)
  • "Viele, die leben, verdienen den Tod, und einige, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch mit einem Todesurteil nicht so schnell bei der Hand." - J. R. R. Tolkien, Der Herr Der Ringe, Band 1 (6.)
  • "Eines Menschen Vergangenheit ist das, was er ist. Sie ist der einzige Maßstab, an dem er gemessen werden sollte." - Oscar Wilde, Ein idealer Gatte, Akt 1 / Lady Chiltern (5.)
  • "Die ganze Welt ist wie eine Bühne, wir stolzieren und ärgern uns ja ein Stündchen auf ihr herum, und dann ist unsere Zeit um." - Erving Goffman, Rahmen-Analyse. Frankfurt am Main 1977. S. 143 (4.)
  • "Ich träume von einer Stadt, in der Kinder willkommen sind, in der sie faire Chancen haben und in der Familien und deren Kinder auch als Mieter und als Nutzer öffentlicher Plätze gerne gesehen sind. Ich träume von einer Stadt, in der man akzeptiert, dass Kinder Freiräume brauchen." - Wolfgang Schuster, Stuttgarter Zeitung Nr. 169/2007 vom 25. Juli 2007, S. 20 (3.)
  • "Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den andern lieben oder er wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Reichtum". - Jesus von Nazareth, Matthäus 6:24 (2.)
  • "Damit die Bürger wohlhabend werden, ist zweierlei nötig: Arbeit und Sparsamkeit." - Thomas Hobbes, Grundzüge der Philosophie (1.)

Juni 2008[Bearbeiten]

  • "Wenn sich Arroganz mit Ignoranz paart, zerfällt die Macht." - Hans-Ulrich Jörges, Stern Nr.14/2008 vom 27. März 2008, S. 66 (30.)
  • "Es war eine Schnupftabaksdose, // Die hatte Friedrich der Große // Sich selbst geschnitzelt aus Nußbaumholz. // Und darauf war sie natürlich stolz." - Joachim Ringelnatz aus: Die Schupftabakdose. (29.)
  • "Verrückt, was man in vier Wochen so alles erlebt." - Joachim Löw, Rückblick auf die Fußballweltmeisterschaft 2006, Interview mit der Stuttgarter Zeitung Nr. 287/2006, 12. Dezember 2006 (28.)
  • "Ägypten, soweit es die Griechen zu Schiff befahren, ist für die Ägypter neugewonnenes Land und ein Geschenk des Flusses." - Herodot, Bücher der Geschichte 2. Buch, V. 1 (27.)
  • "Generell gilt: Was Paare zu Hause miteinander anstellen, egal, ob im Bett oder auf dem Küchenboden, ist in Ordnung." - Ruth Westheimer, Stern Nr. 25/2008 vom 12. Juni 2008, S. 154 (26)
  • "Regnet's auf Johannistag, missraten die Nüsse und geraten die Huren." - Bauernweisheit (25.)
  • "Gemeinde Gottes, du hast sittlich Verkommenen und Haltlosen zu dienen. Wenn niemand sich ihrer annimmt, die Gemeinde muss es tun. Wenn es Menschen gibt, für die sie zuerst betet, dann sind es diese, denen meist unser letzter Gedanke gilt." - Charles Haddon Spurgeon, zugeschrieben (24.)
  • "Es ist unwürdig, von Reinheit zu sprechen, wenn man Müll wegräumt; Reinheit ist das Ergebnis notwendiger Vorbereitungen." - Ibn Arabi bei Ron Fischer in "Spione des Herzens - Die Sufi-Tradition im Westen" (23.)
  • "Grenzen meines Körpers sind Grenzen meines Ichs. Die Hautoberfläche schließt mich ab gegen die fremde Welt: auf ihr darf ich, wenn ich Vertrauen haben soll, nur zu spüren bekommen, was ich spüren will." - Jean Améry, Jenseits von Schuld und Sühne - Bewältigungsversuche eines Überwältigten, Essays, 1966 (22.)
  • "Gegenseitiges Vertrauen ist wichtiger als gegenseitiges Verstehen. Wo das Verstehen nicht zum Ziele führt, möge das Vertrauen seinen Platz einnehmen." - William McDougall, Charakter und Lebensführung (21.)
  • "Ein Ding verstehen, heißt nicht, seine Bewegung und seine Materie beschreiben, sondern seinen Sinn einsehen." - Susanne K. Langer, "Philosophie auf neuem Wege. Das Symbol im Denken, im Ritus und in der Kunst", Frankfurt am Main (Fischer Taschenbuch) 1984 (20.)
  • "Es gab Sieger, ja! Sie gingen aus dem Kampfe mit großem Ruhm hervor, aber auch mit großer Erschöpfung." - Aristide Briand, Dans la Voie de la Paix, Rede vor der Abgeordnetenkammer vom 8. November 1929 (19.)
  • "Ohne Rücksicht auf die tatsächlichen Fähigkeiten des Einzelnen glaubt der Mann, dass er das Recht hat zu befehlen und die Frau die Pflicht zu gehorchen." - John Stuart Mill, Die Hörigkeit der Frau (18.)
  • "Ein geistreicher Mann ist verloren, wenn er nicht auch ein Mann von energischem Charakter ist. Hat man die Laterne des Diogenes, so muss man auch des Diogenes Stock haben." - Nicolas-Sébastien de Chamfort, Maximen und Gedanken (17.)
  • "Anarchie funktioniert genauso wenig wie alle anderen Staatsformen, die sich Menschen mit dem Kopf ausgedacht haben. Das friedliche Zusammenleben zu vieler Individuen ist eine nicht realisierbare Utopie; zu viele Köche verderben den Brei." - Alexander Kaschte, Orkus Interview zu "KadaverKomplex" (16.)
  • "Wo Liebe ist und Weisheit, da ist weder Furcht noch Ungewissheit; wo Geduld und Demut, weder Zorn noch Aufregung; wo Armut und Freude, nicht Habsucht und Geiz; wo Ruhe und Besinnung, nicht Zerstreuung noch Haltlosigkeit." - Franz von Assisi, Mahnung an die Brüder (15.)
  • "Das Bemühen, das Universum zu verstehen, ist eines der ganz wenigen Dinge, die das menschliche Leben ein wenig über die Stufe einer Farce erheben, und gibt ihm etwas von der Anmut der Tragödie." - Steven Weinberg, The First Three Minutes, Basic Books, 2nd Updated Edition 1993 (14.)
  • "Solange das Gehirn ein Geheimnis ist, wird auch das Universum - als Widerschein der Struktur des Gehirns - ein Geheimnis bleiben." - Santiago Ramón y Cajal, zitiert von William Feindel im Vorwort zu: "The Mystery of the Mind", 1950 (13.)
  • "Ein leerer Kopf ist das Büro des Teufels." - Aus Brasilien (12.)
  • "Lest, klärt euch auf! Allein das Lesen festigt die Persönlichkeit; Konversation zerstreut sie, Spielen engt sie ein." - Voltaire, Der Mann mit den vierzig Talern, X. / Die Philosophie (11.)
  • "Der Ruhm ist wie das Glühwürmchen: Er leuchtet hell von Ferne, aber aus der Nähe betrachtet spendet er weder Wärme noch Licht." - John Webster Duchess of Malfi, 1623 (10.)
  • Glaube« heißt Nicht-wissen-wollen, was wahr ist." - Friedrich Nietzsche , Der Antichrist, Kapitel 52 (9.)
  • "Wenn eine Frau die Gabe hat, zu schweigen, so besitzt sie Eigenschaften, die sie weit über das Gewöhnliche erheben." - Pierre Corneille, Der Lügner I, 4 (Clito) (8.)
  • "Bescheidenheit ist eine Eigenschaft, die die Frauen an einem Liebhaber mehr loben als lieben." - Richard Brinsley Sheridan, Die Nebenbuhler, II, 2 (7.)
  • "Gelassenheit gewinnnt man durch Loslassen ohne zu hassen." - Gerhard Uhlenbruck, Nichtzutreffendes bitte streichen, S. 13 (6.)
  • "Anpassung fordert die Welt, Charakter will sich verweigern. Das Unversöhnliche eint heitere Resignation." - Eberhard Puntsch, Die Lösung (5.)
  • "Nichts sein und nichts lieben, ist identisch." - Ludwig Feuerbach, Philosophische Kritiken und Grundsätze (4.)
  • "Alle große politische Aktion besteht im Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und bemänteln dessen, was ist." - Ferdinand Lassalle, Das System der erworbenen Rechte (3.)
  • "Wir tragen Konflikte heute zunehmend verbal aus und weniger mit Waffen. Ich werte das als zivilisatorischen Fortschritt und freue mich über jeden, der heil bleibt und überlebt." - Jutta Allmendinger, taz Nr. 8525 vom 8. März 2008, S. 3 (2.)
  • Wir sind so, wie wir sein sollen. Das Universum macht keine Fehler." - Marc Jacobs, Stern Nr. 30/2007 vom 19. Juli 2007, S. 90 (1.)

Mai 2008[Bearbeiten]

  • "Die Liberalität der Produzenten, die Hoffnung der Produktionsfirmen und der Glaube des Publikums ermöglichten die größte One-Man-Show, die die Welt seit Chaplin gesehen hat." - Stephan Reimertz , über Woody Allen, Woody Allen. Biographie, 2000 (31.)
  • "Der Mensch wirft alles, was er sein nennt, in eine Pfütze, aber kein Gefühl." - Heinrich von Kleist, Das Käthchen von Heilbronn II, 6 / Freiburg (30.)
  • "Cuius regio, eius religio gilt auch für die heutigen Reiche totalitärer Herrschaft. Die Legitimität, sich eine persönliche Moral bilden zu dürfen, ist historisch wohl sehr viel jünger. Sie ist ein hart errungenes Zugeständnis an die Toleranz." - Alexander Mitscherlich, „Die Unfähigkeit zu trauern. Grundlagen kollektiven Verhaltens.“, 1967, S. 167 (29.)
  • "Lebenspendende Sonne, du kannst wohl nichts Größeres erblicken alls die Stadt Rom." - Horaz, Carmen saeculare 9, 11 f. (28.)
  • "In mir fühle ich es wie ein leises Gewebe, ein Vibrieren, ein Flügelschlagen, ein zitterndes Ausruhen, ein Atemanhalten: wenn ich einst malen kann, werde ich auch das malen." - Paula Modersohn-Becker, Briefwechsel, 19. Januar 1899 (27)
  • "Wenn ein Mensch im Ruf der Redlichkeit und Menschlichkeit steht, so kommt es vor, dass man ihn ausnutzen möchte; man kommt ihm mit Vorschlägen, die man keinem anderen machen würde. Man zählt auf seine Großmut." - Charles de Montesquieu, Meine Gedanken (26.)
  • "Kostenlosen Käse gibt's nur in der Mausefalle." - Aus Russland (25.)
  • "Achtundachtzig Professoren: Vaterland, du bist verloren." - Otto von Bismarck, Deutsche Rundschau von 1901, Rede über das Frankfurter Parlament 1848-1849 (24.)
  • "Zitate erfinden, eine hübsche Idee!" - Julia Karnick, Brigitte Nr. 24/2006, S. 11 (23.)
  • "Ein Dialog besteht darin, daß Menschen miteinander sprechen, aber sie sprechen nicht nur miteinander, sondern schweigen auch gleichsam miteinander, sprechen gegeneinander oder sprechen aneinander vorbei". - Johannes R. Becher, Macht der Poesie (22.)
  • "Abschiedsworte müssen kurz sein wie Liebeserklärungen." - Theodor Fontane, Cécile (21.)
  • "Eine gute Unterhaltung erträgt so wenig einen Diktator wie ein freies Staatswesen." - Philip Stanhope Earl of Chesterfield, Briefe über die anstrengende Kunst, ein Gentleman zu werden (20.)
  • "Ohne zu schreiben, kann man nicht denken; jedenfalls nicht in anspruchsvoller, anschlussfähiger Weise." - Niklas Luhmann, Kommunikation mit Zettelkästen: Ein Erfahrungsbericht (19.)
  • "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle, wo der Kopf ist." - Walter Raleigh, Letzte Worte vor seiner Enthauptung am 29. Oktober 1618 (18.)
  • "Zweifellos gibt es in Wirklichkeit nicht drei Welten, sondern nur eine, und das wahre Wesen dieser Welt können wir gegenwärtig nicht einmal erahnen" - Roger Penrose: Schatten des Geistes : Wege zu einer neuen Physik des Bewusstseins; S. 529. (17.)
  • "Das Buch ist keine nach Gutdünken zu verändernde Ware: das Auge und die Hand bestimmen Maß und Form." - Kurt Weidemann , "Wo der Buchstabe das Wort führt", S. 219 (16.)
  • "Ich habe keine Angst vor einem missionarischen Islam, aber vor einer laschen Christenheit." - Walter Mixa, anlässlich der Eröffnung der Augsburger Ulrichs-Woche am 04. Juli 2007 (15.)
  • "Man bekommt beim Schweigen ganz gut ein Maß für die Zeit." - Angela Merkel, Süddeutsche Zeitung Nr. 86/2007 vom 14. April 2007, S. VIII (14.)
  • "Ein Weiser soll die Dummheit eines gemeinen Menschen nicht mit Nachsicht hingehen lassen, denn es bringt auf beiden Seiten Schaden; das Ansehn jenes wird verringert, und die Torheit dieses wird verstärkt." - Saadi, Rosengarten, 8, Vom guten Betragen im Umgang (13.)
  • "Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan." - Martin Luther, Von der Freiheit eines Christenmenschen (12.)
  • "Man kann zum Frühling nicht sagen, >hoffentlich kommst du bald und dauerst lange<. Man kann nur sagen: >Komm und segne mich mit deiner Hoffnung, und bleib so lange, wie du kannst<." - Paulo Coelho, "Elf Minuten" (11.)
  • "Kaufe Wahrheit und verkaufe sie nicht, dazu die Weisheit, die Zucht und die Einsicht!" - Sprüche 23,23 Luther (10.)
  • "Jeder steckt in seinem Bewusstsein wie in seiner Haut und lebt unmittelbar nur in demselben." - Arthur Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit (9.)
  • "Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuss, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet." - Karl Marx, Friedrich Engels, Manifest der Kommunistischen Partei, I. Marx/Engels, MEW 4, S. 464, 1848 (8.)
  • "Mußt ins Breite dich entfalten, // soll sich dir die Welt gestalten; // In die Tiefe mußt du steigen, Soll sich dir das Wesen zeigen." - Friedrich Schiller, Sprüche des Konfuzius (7.)
  • "Was die Behauptung angeht, daß verliebte Frauen sich nicht bemühen, das Objekt ihrer Zuneigung zu bekommen, so ist das leeres Gerede." - Mallanaga Vatsyayana, Kamasutra, Buch III, Kapitel 3 (6.)
  • "Indem ihr lernt, einzelne Übungen in winzige Einheiten zu zerlegen und Schritt für Schritt wieder aufzubauen, wird eure Fähigkeit zur Problemlösung wachsen." - Dave Finnigan, Zen in der Kunst des Jonglierens (5.)
  • "Nur für heute werde ich in der Gewißheit glücklich sein, daß ich für das Glück geschaffen bin - nicht für die andere, sondern auch für diese Welt." - Johannes XXIII., Die Zehn Gebote der Gelassenheit, 3. (4.)
  • "Vergeblich ist es, zu wünschen, dass der Freund, den wir lieben, uns ganz in unserer eigensten Eigentümlichkeit verstehen möchte." - Sophie Tieck, Lebensansicht (3.)
  • "Früher hieß es noch: Durch den Türspalt der Entrüstung linst die Lüsternheit. Heute ist die Tür ausgehängt." - Matthias Beltz, Eigenes Konto (2.)
  • "Drum, solang es vergönnt, mische mit Lust den Ernst: Süß ist Leichtsinn am rechten Ort!" - Horaz, Carmina Liber IV, 12, 27-28 (1.)

April 2008[Bearbeiten]

  • "Sprich mit der Türe, damit das Fenster es höre." - Aus Albanien (30.)
  • "Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir." - Sprichwort nach Seneca d.J., Epistulae 106,12 - ursprünglich mit genau gegensätzlicher Aussage (29.)
  • "Doch die bereuen und sich bessern und offen (die Wahrheit) bekennen, zu denen kehre Ich Mich mit Verzeihen, denn Ich bin der Allvergebende, der Barmherzige." - Sure 2, 160 (Ahmadiyya) Onlinetext (28 .)
  • "Kraft, Schönheit und Jugend gelten als Leistungsmerkmale. Leute, die so reden, wollen am liebsten den Körper abschaffen. Den menschlichen, alternden, stinkenden, wunderbaren Körper." - Ariadne von Schirach, Stern Nr.12/2008 vom 13. März 2008, S. 201 (27.)
  • "Es gibt Tage, wo das Leben übertrieben flau ist. Zu Bett gehen; weiter hilft nichts mehr." - Heinrich Mann, Der Unbekannte, Aus: Das gestohlene Dokument und andere Novellen (26.)
  • "Die größte Werbekampagne der Menschheitsgeschichte wurde von Jesus Christus lanciert. Sie lief unter dem universellen Slogan »Liebe Deinen Nächsten«. Und sie hatte ein bemerkenswertes Logo: das Kreuz." - Oliviero Toscani, Die Werbung ist ein lächelndes Aas, Mannheim 1996, S. 131 (25)
  • "Profit ist wichtig und für das Weiterbestehen einer Firma notwendig. Wer jedoch die Qualität eines Produkts ausschließlich über Kosten definiert, um damit den Profit zu maximieren, hat den Job nicht verstanden." - Daniel Goeudevert, Stern Nr. 12/2007 vom 15. März 2007, S. 226 (24)
  • "Über die wägbare Materie werde ich sehr wenig zu sagen haben, dafür aber umso mehr über den Äther und Elektronen." - Hendrik Antoon Lorentz, Nobelrede, Stockholm am 11. Dezember 1902 (23.)
  • "Der ernsteste Stoff muss so behandelt werden, dass wir die Fähigkeit erhalten, ihn unmittelbar mit dem leichtesten Spiel zu vertauschen. - Friedrich Schiller, Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795), 22. Brief (22.)
  • "Was ich des Tags mit der Leier verdien', das geht des Nachts wieder alles dahin!" - Jeremias Gotthelf, Die Käserei in der Vehfreude (21.)
  • "Ave Maria, die Dämmerstunde, ist in Italien die Stunde der Zärtlichkeit, der Seelenfreuden und der Schwermut: Empfindungen, die durch den Klang jener schönen Glocken noch verstärkt werden. Wonnige Stunden, die einem erst in der Erinnerung bewusst werden." - Stendhal, Über die Liebe (Fragmente) (20.)
  • "Brüder, fliegt von euren Sitzen, // Wenn der volle Römer kreist, // Laßt den Schaum zum Himmel spritzen: // Dieses Glas dem guten Geist!." - Friedrich Schiller, An die Freude (19.)
  • "Der Mensch sollte alle seine Werke zunächst einmal in seinem Herzen erwägen, bevor er sie ausführt." - Hildegard von Bingen, Welt und Mensch (18.)
  • "Der Enthusiast fühlt sich seiner Sache niemals ganz sicher, daher sein unstillbarer, lästiger Drang, Gefährten seiner Begeisterung zu werben. Der Skeptiker hingegen bedarf stets einer gewissen Isoliertheit, denn schon der Umstand, dass er einen Gefährten seines Zweifels findet, vermag ihn an diesem irre zu machen." - Arthur Schnitzler, Rikola-Almanach (1923) (17.)
  • "Jede Nachricht hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, derart, dass letzterer den ersteren bestimmt und daher eine Metakommunikation ist." - Paul Watzlawick, Zweites Pragmatisches Axiom (16.)
  • "Auf dass ihr alle 150 Jahre alt werdet und die letzte Stimme, die ihr hört, meine ist." - Frank Sinatra, u.a. bei seinem Konzert in der New Yorker Carnegie Hall, 25. Juni 1980 (15.)
  • "Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu sengen." - Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft G (13) (14.)
  • "Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen, was von selber aus mir heraus wollte. Warum war das so schwer?" - Hermann Hesse, Demian (Suhrkamp Verlag, 1987, S. 7) (13.)
  • (12.) kein Zitat
  • "Wozu neue Bilder und neue Ideen? Was kaufen wir uns dafür? Wir haben schon zu viel alte, die uns nicht freuen, die uns Erziehung und Mode aufgedrängt haben." - Franz Marc, Almanach »Der Blaue Reiter«, 1912 (11.)
  • "Aber vor dem stets wachsenden Drange des menschlichen Geistes nach Licht und Wissen mussten die Grenzen des Unbekannten Schritt für Schritt zurückweichen, bis sie im Norden an der Schwelle des großen Eiskirchhofs der Natur, der endlosen Stille der Polargegenden, stehen blieben." - Fridtjof Nansen, In Nacht und Eis (10.)
  • "Man wird sich auf keine Abenteuer einlassen, sondern immer auf die Karte der Sicherheit setzen, des minimalen Risikos." - Helmut Schelsky, Die skeptische Generation (9.)
  • "Es gibt auf Abenteuer ausgehende Geister, die ihre Ideen nur vom Zufall erwarten und empfangen." - Joseph Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen (8.)
  • "Bet und arbeit! ruft die Welt, // Bete kurz! denn Zeit ist Geld. // An die Türe pocht die Not // Bete kurz! denn Zeit ist Brot." - Georg Herwegh, Bundeslied für den Allgemeinen deutschen Arbeiterverein (7.)
  • "Die Epoche des Individualismus ist zu Ende. Vereint sind die Menschen allmächtig auf der Erde, die sie bewohnen." - Giuseppe Mazzini, Parole für die römische Republik, 1849 (6.)
  • "Das Religiöse steht der weiblichen Bescheidenheit sehr wohl; es gibt der Schönheit ein gewisses edles, gesetztes und schmachtendes Ansehen." - Gotthold Ephraim Lessing, Der Freigeist, IV, 3 / Adraft (5.)
  • "Die Gefahr für den Philosophen liegt darin, dass er bereits da ernst zu machen sucht, wo der Künstler noch spielt." - Carl August Emge, Diesseits und jenseits des Ernstes (4.)
  • "Lasst uns nit lossurren wie die Bremsen, dass uns ein Wind aufbrauset und ein anderer zerweht." - Friedrich Wolf, Der Arme Konrad (3.)
  • "Der Erfolg von Schuften lockt noch mehr Schufte an." - Phaedrus, Fabeln II, III. Aesopus ad Quendam de Successu Improborum (2.)
  • "Man muß Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer. Stillschweigen bestärkt den Peiniger, niemals den Gepeinigten." - Elie Wiesel, Rede bei Verleihung des Friedensnobelpreis 1986 (1.)

März 2008[Bearbeiten]

Februar 2008[Bearbeiten]

  • "Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt." - Ludwig Wittgenstein, "Logisch-Philosophische Abhandlung (Tractatus logico-philosophicus), 5.6 (29.)
  • "Was wir mathematisch festlegen, ist nur zum kleinen Teil ein objektives Faktum, zum größeren Teil eine Übersicht über Möglichkeiten." - Werner Heisenberg, Schritte über Grenzen (28.)
  • "Wer gern versucht, was er nicht sollte, // Der findet oft, was er nicht wollte." - Thomasîn von Zerclaere, Der welsche Gast (27.)
  • "Ich könnte meine Musik mit weißem Licht vergleichen, in dem alle Farben enthalten sind. Nur ein Prisma kann diese Farben voneinander trennen und sichtbar machen, dieses Prisma könnte der Geist des Zuhörers sein." - Arvo Pärt, aus dem Booklet zur CD `Alina´, 1999 (26.)
  • "Manchmal, aber nur manchmal, kann Trennung Friede heißen, und die einzige Heilung von riesen Brandmalen." - Curse, Wir erwarten zu viel (25.)
  • "Deine Aufmerksamkeit sollte so beweglich sein, dass du sie augenblicklich auf ganz unterschiedliche Gegenstände und Personen richten kannst, die dir begegnen." - Philip Stanhope Earl of Chesterfield, Briefe über die anstrengenden Kunst, ein Gentleman zu werden (24.)
  • "Die Überschätzung eines Menschen kann von allem Luxus der teuerste sein." - Hans Arndt, Aphorismen (23.)
  • "Wenn des Richters Maulesel stirbt, geht jedermann zum Begräbnis. Wenn der Richter selber stirbt, geht niemand." - Aus Arabien (22.)
  • "Ich glaube, es gibt niemanden, der die Enttäuschung oder vielmehr die Verzweiflung des reiferen und des hohen Alters jemals beschrieben hätte." - Eugène Delacroix an Charles Soulier, 1850 (21.)
  • "Es ist ebenso interessant und schwer, etwas gut zu sagen, wie es gut zu malen ist." - Vincent van Gogh, Briefe (20.)
  • "Die Frau, die man mit Poesie gewann, / Ist nur ein Tisch, worauf man schreiben kann." - Samuel Butler d.Ä., Hudibras (19.)
  • "Das Licht können wir nicht begreifen, und die Finsternis sollen wir nicht begreifen, da ist den Menschen die Offenbarung gegeben, und die Farben sind in die Welt gekommen, das ist: Blau und Rot und Gelb." - Philipp Otto Runge, an Johann Daniel Runge, 7. November 1802 (18.)
  • "In schwarzer Nacht, ein schwarzer Stein, eine schwarze Ameise, Gott sieht sie." - Aus Afrika (17.)
  • "Wer einen Menschen tötet, tötet ein vernünftiges Wesen, ein Abbild Gottes; aber der, welcher ein gutes Buch vernichtet, tötet die Vernunft selbst, tötet sozusagen Gottes Abbild im Keime." - John Milton, Aeropagitica (16.)
  • "Das beste Buch ist das, welches dem Leser seinen eigenen Reichtum fühlbar macht." - Waldemar Bonsels, Menschenwege (15.)
  • "Wer ängstlich abwägt, sagt gar nichts. Nur die scharfe Zeichnung, die schon die Karikatur streift, macht eine Wirkung." - Theodor Fontane, Der Stechlin, Kap. 34 (14.)
  • "Engelgleiches Antlitz // ist ihnen eigen meine Dame: // Oh Gott, wie gewagt // war mein Verlangen." - Guido Cavalcanti, aus Rime - Fresca rosa novella (13.)
  • "Die deutschen Produzenten hatten wenig Respekt vor Schauspielern. Da bekam man ein paar verrottete Spaghetti auf Pappe, die man im Rinnstein fraß, nach zwanzig Minuten hieß es:»weiter, weiter«." - Joachim Fuchsberger, über Filmproduzenten in den 1950er und 1960er Jahren (12.)
  • "Die Schrift ist ein toter Buchstabe, den nur die Einbildungskraft und der Verstand des Lesens beleben kann." - Christian Garve, Über Gesellschaft und Einsamkeit (11.)
  • "Man kann in einem großen Land etwas anpflanzen, das wichtiger ist als Baumwolle - Toleranz!" - Tennessee Williams, Die Katze auf dem heißen Blechdach, 2. Akt (10.)
  • "Die Armen sind die Neger von Europa." - Nicolas-Sébastien de Chamfort, Maximes et Pensées, Caractères et Anecdotes (9.)
  • "Jedes Mysterium erscheint absurd; und doch ist nichts Tieferes, weder Leben, noch Kunst, noch Staat, ohne Mysterium." - David Friedrich Strauß, Gesammelte Schriften (8.)
  • "Worte sind Blätter, alte braune Blätter im Frühling, // Ins Unbekannte fliegen sie auf der Suche nach einem Lied." - Ezra Pound, aus Praise of Ysolt (7.)
  • "Wer nach seinem Gewissen lebt, der ist kein Knecht, der befiehlt sich selbst und gehorcht sich selbst; der lebt wirklich menschlich." - Johann Geiler von Kaysersberg, Das Seelenparadies (6.)
  • "Es gibt eine Einfalt, die schlimmer ist als Gaunerei […] gleich beim ersten Schritt gerätst du in ein solches Labyrinth von Fußangeln, dass du Kopf und Kragen dabei riskiert!" - Michail J. Saltykow-Schtschedrin, Die Tugenden des Lasters (5.)
  • "»Glänzende Partie« heißt die Fee, die oft Wunder wirkt in jungfräulichen Herzen, und selbst die ordinäre Hex' »Reichliche Versorgung« hat schon in zarten Wesen riesige Selbstverleugnung erzeugt." - Johann Nepomuk Nestroy, Der Unbedeutende 1. Akt, 16. Szene (Posse, 1846 ) (4.)
  • "Bei jeder Art von Größe besteht der bleibende Ruhm darin, den Grundstein gelegt zu haben." - Ernest Renan, Das Leben Jesu (3.)
  • "Bringe den Schlitten im Sommer in Ordnung, den Wagen jedoch im Winter." - Russisches Sprichwort (2.)
  • "Man hätte sich die Meinungsfreiheit sparen können, wenn man die Denker besser bezahlt hätte." - Billy, Wir Kleindenker, S. 17

Januar 2008[Bearbeiten]

  • "Ein goldener Sattel macht einen Esel noch nicht zum Pferd." - Arabisches Sprichwort (31.)
  • "Ihre Schönheit verdunkelte die lichte Welt, und neben ihr schien alles nur ein flüchtig Schattenbild zu sein." - Percy Bysshe Shelley, Die Atlas-Hexe (30.)
  • "Der Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis." - Aus Indien (29.)
  • "Gottlose Altweiberfabeln weise zurück! Übe dich in der Frömmigkeit!" - Paulus von Tarsus, 1 Timotheus 4, 7 (28.)
  • "Die Menschen sollten nicht nur unbeschränkt Bedürfnisse ihrer Instinkte ausdrücken, sondern sollten sich verpflichtet fühlen, die Aufgaben der Gesellschaft, in der sie leben, zu erfüllen." - Leszek Kołakowski, Mini-Traktate über Maxi-Themen (27.)
  • "Ein Stück Schwarzbrot und ein Krug Wasser stillen den Hunger eines jeden Menschen; aber unsere Kultur hat die Gastronomie erschaffen." - Honoré de Balzac, Physiologie der Ehe (26.)
  • "Der biblisch fundierte Absolutheitsanspruch der Kirchen steht ständig auf dem Sprung, die Scheiterhaufen für Ketzer zu entflammen." - Karl Jaspers, „Der philosophische Glaube“, 9. Auflage, 1988, Seite 73 (25.)
  • "Der Fortschritt ist halt wie ein neuentdecktes Land; ein blühendes Kolonialsystem an der Küste, das Innere noch Wildnis, Steppe, Prärie. Überhaupt hat der Fortschritt das an sich, daß er viel größer ausschaut, als er wirklich ist." - Johann Nepomuk Nestroy, Der Schützling (1847) IV,10 (24)
  • "Aus dem Paradies, das Cantor uns geschaffen, soll uns niemand vertreiben können." - David Hilbert, "Über das Unendliche", Math. Ann. 95 (23.)
  • "Der Mensch ist am wenigsten er selbst, wenn er für sich selbst spricht. Gib ihm eine Maske und er wird dir die Wahrheit sagen." - Oscar Wilde, Der Kritiker als Künstler / Gilbert (22.)
  • "Der Glaube an einen lenkenden, strafenden Gott ist die letzte große Illusion der Menschheit, und was, wenn auch diese verloren ist? Dann ist sie klüger geworden - aber reicher, glücklicher?" - Jens Peter Jacobsen, "Niels Lyhne" (21.)
  • "Erlebnis an und für sich ist wertlos. Es kommt darauf an, was man daraus macht. Wird man durch das Erlebnis nicht größer, tiefer, reiner, so wäre es besser nicht geschehen." - Jakob Boßhart, Bausteine zu Leben und Zeit (20.)
  • "Der Charakter des Menschen wächst sich entweder zur Nutzpflanze oder zum Unkraut aus, deswegen muß man hier rechtzeitig gießen, dort jedoch ausrotten." - Francis Bacon, Über die natürliche Veranlagung im Menschen (19,)
  • "Das Einzige, wonach wir mit Leidenschaft trachten, ist das Anknüpfen menschlicher Beziehungen." - Ricarda Huch, Quellen des Lebens (18.)
  • "Das Alleinsein läßt dich allein. Aber es ist in Wahrheit eine verdammt treue Seele. Es haut nicht so einfach ab." - Charlotte Link, Am Ende des Schweigens (17.)
  • "Die Amerikaner reden zu viel über die Politik anderer Leute; sie mischen sich in Dinge ein, die sie nichts angehen." - Donna Leon, Interview im Migros-Magazin 26, 28. Juni 2005 (16.)
  • "Drei Zehntel der Schönheit einer Frau sind angeboren, sieben Zehntel auf Putz zurückzuführen." - Aus China (15.)
  • "Ein richtiger Steuermann fährt mit zerrissenem Segel, und wenn er die Takelage verloren hat, zwingt er dennoch den entmasteten Rumpf des Schiffes an den Kurs." - Seneca d.J., Briefe über Ethik (14.)
  • "Die letzten Stichworte in einem richtig geführten menschlichen Leben müssen Friede und Güte heißen." - Carl Hilty, Für schlaflose Nächte (13.)
  • "Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten." - Bibel, Das Neue Testament, Johannes 4,24 (12)
  • "Die Vagabunden sind das Salz der Erde, oder wenigstens der fliegende Same, der die sonst fest am Boden klebende, und am Boden verrottende Cultur über die ganze Welt verbreitet." - Friedrich Spielhagen, Problematische Naturen, 2. Band, Kap. 8 (11.)
  • "Werden Anblick, Verkehr und Umgang miteinander genommen, so löst sich die erotische Leidenschaft auf." - Epikur, Sprüche. In: Briefe, Sprüche, Werkfragmente (10.)
  • "Die Stimmung in einer Mannschaft muss stimmen. Denn vom Miesmacher zum Mitmacher ist es nur ein kleiner Schritt." -Jupp Derwall, in: Merkel: Einwürfe, 1993 (9.)
  • "Wer errötet, kann nicht ganz ein Rohling sein." - Edward Young, Nachtgedanken, 1742 - 1744 (8.)
  • "Erst kommt der Mensch, dann die Menschenordnung." - Carl Zuckmayer, über die Bürokratie in "Der Hauptmann von Köpenick", 1931 (7.)
  • "Zeigt der Winter bis Dreikönig selten sein grimmiges Gesicht, dann zeigt er es auch bis Ostern nicht." - Bauernweisheit (6.)
  • "Schulen sind Produktionsstätten der Menschlichkeit, sofern sie bewirken, dass aus Menschen wirklich Menschen werden." - Johann Amos Comenius, Große Unterrichtslehre (5.)
  • "Erfindungen bedürfen der ungestörten Ruhe, des stillen, beständigen Nachdenkens und eifrigen Erprobens, und all dies gibt nur die Einsamkeit, nicht die Gesellschaft der Menschen." - Geronimo Cardano, Lebensbeschreibung (4.)
  • "Ja, wir glauben, dass die Menschen noch einen höhern Beruf haben, als sich gegenseitig auszubeuten." - Moses Hess, Über die Not in unserer Gesellschaft und deren Abhülfe (3.)
  • "Das Zeitalter der Fusionen hat Unternehmer als bloße Übernehmer entlarvt. Und mancher hat sich dabei übernommen." - Markus M. Ronner, Treffende Pointen zu Geld und Geist (2.)
  • Das Leben kann kein anderes Ziel haben als das Glück, Freude. Nur dieses Ziel - Freude - ist des Lebens völlig würdig. Verzicht, das Kreuz, Hingabe des Lebens, alles für die Freude." - Leo Tolstoi, Tagebücher (1892) (1.)